Entsorgungs- und Recyclingfachmann/-frau

Berufsbereiche: Umwelt
Ausbildungsform: Lehre
Lehrzeit: 3 Jahre. ∅ Einstiegsgehalt: € 1.480,- bis € 2.320,- * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Berufsbeschreibung

Eines der wichtigsten Anliegen der heutigen Zeit ist der Natur- und Umweltschutz. Und eine der größten Gefahren für die Umwelt ist der Abfall, und zwar sowohl wegen der Menge als auch wegen der Beschaffenheit (Altöl, Lacke, Batterien, Kunststoffe, Elektronikschrott oder hochgiftige Produktionsabfälle). Es gibt daher heute eine große Anzahl von Gesetzen und Auflagen, die genau festlegen, wie die Abfallstoffe fachgerecht zu sammeln, zu behandeln und zu lagern sind (= Entsorgung). Aber es stecken auch viele wertvolle Rohstoffe im Abfall, die zurückgewonnen und wiederverwendet werden können (= Recycling von Metallen, Glas oder Papier). Abfallentsorgung und -recycling ist heute ein bedeutender Wirtschaftsbereich mit vielen Beschäftigten.

Entsorgungs- und Recyclingfachleute arbeiten in allen Bereichen der Abfallbewirtschaftung, also in der fachgerechten Entsorgung bzw. Lagerung von Abfall und im Recycling (Wiedergewinnung wertvoller Rohstoffe aus dem Abfall, z.B. Metallen, Glas oder Papier). In den Abfallsammel- und lagerstellen (Deponien) nehmen sie die angelieferten Abfälle und Reststoffe entgegen und prüfen die Begleitdokumente. Sie beurteilen und klassifizieren die Stoffe, nehmen fallweise Abfallproben zur Analyse im Labor und legen die weiteren Schritte zur Sortierung, Behandlung und Lagerung der Abfallstoffe fest. Für die Erfüllung dieser Aufgaben benötigen die Entsorgungs- und Recyclingfachleute genaue Kenntnisse der Eigenschaften und Behandlungsmöglichkeiten unterschiedlichster Abfallstoffe (z.B. Altöl, Lacke, Batterien, Kunststoffe, Elektronikschrott, giftige Produktionsabfälle) sowie der gesetzlichen Regelungen zur Annahme, Verarbeitung und Lagerung dieser Abfälle. Ein wichtiger Aufgabenbereich ist weiters die Information und Beratung von Privatpersonen und Betrieben zu den Themen Abfallvermeidung und Abfalltrennung sowie hinsichtlich der Umsetzung abfallrechtlicher Vorschriften (Abfallwirtschaftskonzepte für Betriebe, Kostenberechnung der Abfallbehandlungen).

 

In der Ausbildungsordnung dieses Lehrberufs ist folgendes BERUFSPROFIL festgelegt (Quelle: Entsorgungs- und Recyclingfachkraft-Ausbildungsordnung  2021):

  1. Fachliche Kompetenzbereiche:
    1. Stoffstrom-Management:
      Annehmen und Beurteilen der Abfälle, Prüfen der Begleitdokumente; Durchführen physikalischer und chemischer Analysen an Abfallproben, Identifizieren und Klassifizieren der Abfälle; Beurteilen der Gefährlichkeit der Abfallstoffe; Anwenden der relevanten gesetzlichen Bestimmungen betreffend die Annahme und Verarbeitung von Abfällen; Festlegen der Abfallbehandlungsschritte (z.B. Schreddern, Brechen); Verarbeiten und Sortieren der Abfälle, Bedienen und Überwachen der Sortier- und Beförderungsanlagen sowie der sonstigen abfalltechnischen Anlagen, Beheben von Fehlern und Störungen an den Anlagen; Transportieren und Lagern der Abfälle; Dokumentieren der ausgeführten Tätigkeiten; Durchführen von Stoffstromanalysen der Abfallgruppen des Betriebs, Mitarbeit bei der Organisation und Verbesserung der betrieblichen Stoffströme.
    2. Abfallberatung und Abfallwirtschaft:
      Kenntnisse der grundlegenden Situation und der aktuellen Zielsetzungen der österreichischen Abfallwirtschaft; Erkennen der Abfallvermeidungspotentiale in Betrieben, Abschätzen der zukünftigen Entwicklungen der betrieblichen Abfallwirtschaft (z.B. Auswirkungen abfallwirtschaftlicher Maßnahmen); Ausführen der Aufgaben eines Abfallbeauftragten im Sinne des Abfallwirtschaftsgesetzes (Unterstützung von Betrieben bei der Umsetzung von abfallrechtlichen Vorschriften, Überwachung der Einhaltung dieser Vorschriften); Erstellen von Abfallwirtschaftskonzepten, Ermitteln der Kosten von Abfallbehandlungen und der Erlöse von Altstoffen; Beraten in abfallwirtschaftlichen Fragen, Bearbeiten von Anfragen zu Abfallthemen (z.B. Recycling, Abfalltrennung).
  2. Fachübergreifende Kompetenzbereiche:
    1. Arbeiten im betrieblichen und beruflichen Umfeld:
      Kenntnisse des betrieblichen Leistungsspektrums sowie der betriebswirtschaftlichen Zusammenhänge; kompetentes Handeln innerhalb der betrieblichen Organisation; lösungsorientieres und situationsgerechtes Bearbeiten der übertragenen Aufgaben; zielgruppenorientiertes Handeln und Kommunizieren.
    2. Qualitätsorientiertes, sicheres und nachhaltiges Arbeiten:
      Anwednen der Grundsätze des betrieblichen Qualitätsmanagements, Mitwirken bei der Weiterentwicklung der betrieblichen Standards. Beachten der rechtlichen und betrieblichen Regelungen für die persönliche Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz, situationsgerechtes Handeln bei Unfällen, Verletzungen oder persönlichen Übergriffen (insbesondere sexuelle Belästigung, Gewalt, Mobbing); nachhaltiges und ressourcenschonendes Arbeiten.
    3. Digitales Arbeiten:
      Auswählen und effizientes Nutzen der am besten geeigneten digitalen Geräte, Softwarelösungen und digitalen Kommunikationsformen; digitale Beschaffen der für die Aufgabenbearbeitung erforderlichen betriebsinternen und -externen Informationen; sensibles und sicheres Umgehen mit Daten unter Berücksichtigung der betrieblichen und rechtlichen Vorgaben (z.B. Datenschutzgrundverordnung).

Eines der wichtigsten Anliegen der heutigen Zeit ist der Natur- und Umweltschutz. Und eine der größten Gefahren für die Umwelt ist der Abfall, und zwar sowohl wegen der Menge als auch wegen der Beschaffenheit (Altöl, Lacke, Batterien, Kunststoffe, Elektronikschrott oder hochgiftige Produktionsabfälle). Es gibt daher heute eine große Anzahl von Gesetzen und Auflagen, die genau festlegen, wie die Abfallstoffe fachgerecht zu sammeln, zu behandeln und zu lagern sind (= Entsorgung). Aber es stecken auch viele wertvolle Rohstoffe im Abfall, die zurückgewonnen und wiederverwendet werden können (= Recycling von Metallen, Glas oder Papier). Abfallentsorgung und -recycling ist heute ein bedeutender Wirtschaftsbereich mit vielen Beschäftigten.

Entsorgungs- und Recyclingfachleute arbeiten in allen Bereichen der Abfallbewirtschaftung, also in der fachgerechten Entsorgung bzw. Lagerung von Abfall und im Recycling (Wiedergewinnung wertvoller Rohstoffe aus dem Abfall, z.B. Metallen, Glas oder Papier). In den Abfallsammel- und lagerstellen (Deponien) nehmen sie die angelieferten Abfälle und Reststoffe entgegen und prüfen die Begleitdokumente. Sie beurteilen und klassifizieren die Stoffe, nehmen fallweise Abfallproben zur Analyse im Labor und legen die weiteren Schritte zur Sortierung, Behandlung und Lagerung der Abfallstoffe fest. Für die Erfüllung dieser Aufgaben benötigen die Entsorgungs- und Recyclingfachleute genaue Kenntnisse der Eigenschaften und Behandlungsmöglichkeiten unterschiedlichster Abfallstoffe (z.B. Altöl, Lacke, Batterien, Kunststoffe, Elektronikschrott, giftige Produktionsabfälle) sowie der gesetzlichen Regelungen zur Annahme, Verarbeitung und Lagerung dieser Abfälle. Ein wichtiger Aufgabenbereich ist weiters die Information und Beratung von Privatpersonen und Betrieben zu den Themen Abfallvermeidung und Abfalltrennung sowie hinsichtlich der Umsetzung abfallrechtlicher Vorschriften (Abfallwirtschaftskonzepte für Betriebe, Kostenberechnung der Abfallbehandlungen).

 

In der Ausbildungsordnung dieses Lehrberufs ist folgendes BERUFSPROFIL festgelegt (Quelle: Entsorgungs- und Recyclingfachkraft-Ausbildungsordnung  2021):

  1. Fachliche Kompetenzbereiche:
    1. Stoffstrom-Management:
      Annehmen und Beurteilen der Abfälle, Prüfen der Begleitdokumente; Durchführen ph…
  • 1 überfachliche berufliche Kompetenzen
  • Unempfindlichkeit der Haut
  • 11 In Inseraten gefragte berufliche Kompetenzen
  • Schichtarbeit
  • Abfallbeauftragten-Ausbildung
  • Abfallwirtschaftskenntnisse
  • Abfallanalyse
  • Abwasseranalyse
  • Bedienung elektronisch gesteuerter Produktionsanlagen
  • Chemische Verfahrenstechnik
  • Deponieverwaltung
  • Grundlagen des Abfallwirtschaftsrechts
  • KundInnenberatung
  • Reinigung von Kanal- und Abwasseranlagen