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HandschuhmacherIn

Berufsbereiche: Textil, Mode und Leder
Ausbildungsform: Lehre
Lehrzeit: ∅ Einstiegsgehalt: € 1.320,- bis € 1.590,- * Arbeitsmarkttrend: gleichbleibend

Berufsbeschreibung

HandschuhmacherInnen stellen Handschuhe in Einzelfertigung (Maßhandschuhe) oder in Serienfertigung her; als Material verwenden sie meist unterschiedliche Ledersorten (z.B. Lamm-, Reh-, Kalbs-, Schweinsleder usw.), aber auch Textilmaterialien oder Kunstleder (vor allem in der industriellen Fertigung). Zum Aufgabenbereich der HandschuhmacherInnen gehört aber auch die Reparatur und die Reinigung von Handschuhen sowie der Verkauf der eigenen Produkte und der industriell hergestellten Handschuhe. Die wichtigsten Arten von Handschuhen, die HandschuhmacherInnen herstellen und verkaufen, sind Straßenhandschuhe, Sporthandschuhe (z.B. Schi- oder Motorradhandschuhe) sowie Arbeitshandschuhe. Bei der Einzelfertigung von Handschuhen sortieren die HandschuhmacherInnen zunächst die benötigten Felle bzw. Lederstücke nach Größe, Dicke, Dehnbarkeit und Farbe und kontrollieren sie auf Fehler (etwa Risse oder Löcher von Zeckenbissen und Schussverletzungen). Dann rauen sie die Innenseite des Leders auf ("Dollieren"), indem sie es über eine Marmorplatte oder eine Werktischkante ziehen oder durch eine Dollier-Walzmaschine laufen lassen. Weiters legen sie Schablonen in der Form der benötigten Handschuhteile auf die Lederstücke und schneiden die Teile mit der Schere grob zu ("Depsieren"). Um den Glanz und die Widerstandsfähigkeit zu erhöhen, reiben sie die Oberfläche der Lederteile mit Federweiß ein. Die endgültigen Handschuhteile stanzen ("fentieren") sie nun mit einer Stahlpresse, die den verschiedenen Handschuhgrößen entsprechende Stahlformen ("Kaliber") enthält, aus den grob zugeschnittenen Lederteilen aus. Abschließend schneiden die HandschuhmacherInnen noch die Fingerzwischenstücke sowie den Futterstoff zu. Das Zusammennähen der einzelnen Handschuhteile bzw. des Futters erfolgt heute meist mit elektrischen Nähmaschinen und nur mehr in seltenen Fällen mit der Hand. Zunächst bringen die HandschuhmacherInnen die Ziernähte an, dann nähen sie die einzelnen Fingerzwischenstücke, die Daumenstücke und die Handschuhfinger zusammen. Schließlich schließen sie den Handschuh mit einer Längsnaht säumen den Handschuhrand mit einem Lederstreifen ein. Fallweise bringen die HandschuhmacherInnen auch noch Laschen für Druckknöpfe, Knopflöcher oder Verschlüsse an. In der Endausfertigung weiten sie zunächst die Handschuhfinger mit einem Dehner aus; sodann stülpen sie das zusammengenähte Handschuhfutter auf eine Holzhand, bestreichen es mit Kontaktkleber und stülpen den fertigen Lederhandschuh darüber, um ihn mit dem Futterstoff zu verbinden. Den fertigen Handschuh bügeln ("dressieren") sie mit einem sogenannten Puff- oder Dressiereisen (elektrisch beheizte Metallhand), auf dem der Handschuh geglättet und in Form gebracht wird. Schließlich polieren sie die Handschuhe mit einem weichen Tuch und verpacken sie für den Verkauf.
HandschuhmacherInnen stellen Handschuhe in Einzelfertigung (Maßhandschuhe) oder in Serienfertigung her; als Material verwenden sie meist unterschiedliche Ledersorten (z.B. Lamm-, Reh-, Kalbs-, Schweinsleder usw.), aber auch Textilmaterialien oder Kunstleder (vor allem in der industriellen Fertigung). Zum Aufgabenbereich der HandschuhmacherInnen gehört aber auch die Reparatur und die Reinigung von Handschuhen sowie der Verkauf der eigenen Produkte und der industriell hergestellten Handschuhe. Die wichtigsten Arten von Handschuhen, die HandschuhmacherInnen herstellen und verkaufen, sind Straßenhandschuhe, Sporthandschuhe (z.B. Schi- oder Motorradhandschuhe) sowie Arbeitshandschuhe. Bei der Einzelfertigung von Handschuhen sortieren die HandschuhmacherInnen zunächst die benötigten Felle bzw. Lederstücke nach Größe, Dicke, Dehnbarkeit und Farbe und kontrollieren sie auf Fehler (etwa Risse oder Löcher von Zeckenbissen und Schussverletzungen). Dann rauen sie die Innenseite des Leders auf ("Dollieren"), indem sie es über eine Marmorplatte oder eine Werktischkante ziehen oder durch eine Dollier-Walzmaschine laufen lassen. Weiters legen sie Schablonen in der Form der benötigten Handschuhteile auf die Lederstücke und schneiden die Teile mit der Schere grob zu ("Depsieren"). Um den Glanz und die Widerstandsfähigkeit zu erhöhen, reiben sie die Oberfläche der Lederteile mit Federweiß ein. Die endgültigen Handschuhteile stanzen ("fentieren") sie nun mit einer Stahlpresse, die den verschiedenen Handschuhgrößen entsprechende Stahlformen ("Kaliber") enthält, aus den grob zugeschnittenen Lederteilen aus. Abschließend schneiden die HandschuhmacherInnen noch die Fingerzwischenstücke sowie den Futterstoff zu. Das Zusammennähen der einzelnen Handschuhteile bzw. des Futters erfolgt heute meist mit elektrischen Nähmaschinen und nur mehr in seltenen Fällen mit der Hand. Zunächst bringen die HandschuhmacherInnen die Ziernähte an, dann nähen sie die einzelnen Fingerzwischenstücke, die Daumenstücke und die Handschuhfinger zusammen. Schließlich schließen sie den Handschuh mit einer Längsnaht säumen den Handschuhrand mit einem Lederstreifen ein. Fallweise bringen die HandschuhmacherInnen auch noch Laschen für Druckknöpfe, Knopflöcher oder Verschlüsse ...
  • 7 überfachliche berufliche Kompetenzen
  • Ästhetisches Gefühl
  • Auge-Hand-Koordination
  • Fingerfertigkeit
  • Gutes Sehvermögen
  • KundInnenorientierung
  • Modebewusstsein
  • Unempfindlichkeit der Haut
  • 12 In Inseraten gefragte berufliche Kompetenzen
  • Modedesignkenntnisse
  • Verkaufskenntnisse
  • Änderungsschneiderei
  • Bedienung von Industrienähmaschinen
  • Entwurfszeichnen (Mode)
  • Handnähen
  • Kassieren im Verkauf
  • Kleinreparaturen (Textilien)
  • Konfektionsfertigung
  • Lederverarbeitung
  • Maßschneidern
  • Schnittkonstruktion mit CAD