FahrzeugtechnikerIn - Schwerpunkt Personenkraftwagentechnik

Berufsbereiche: Maschinenbau, Kfz, Metall
Ausbildungsform: Lehre
Lehrzeit: 4 Jahre. ∅ Einstiegsgehalt: € 2.880,- bis € 2.900,- *
* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Hinweis

Ältere Berufsbezeichnungen: KraftfahrzeugelektrikerIn, KraftfahrzeugmechanikerIn, KraftfahrzeugtechnikerIn, KarosseurIn, KarosseriebautechnikerIn

 


 

Der Lehrberuf "Fahrzeugtechnik" ersetzt ab 1.7.2026 die beiden Lehrberufe "Kraftfahrzeugtechnik" (Hauptmodule "Motorradtechnik", "Nutzfahrzeugtechnik" und "Personenkraftwagentechnik") und "Karosseriebautechnik". Lehrlinge dieser Vorläuferlehrberufe müssen nach der alten Ausbildungsordnung weiter ausgebildet werden, wenn ihr erstes Lehrjahr vor dem 1. Juli 2027, ihr zweites Lehrjahr vor dem 1. Juli 2028 oder ihr drittes Lehrjahr vor dem 1. Juli 2029 enden würde; sie können bis ein Jahr nach Ablauf der vereinbarten Lehrzeit zur Lehrabschlussprüfung nach der alten Prüfungsordnung antreten. Falls Lehrlinge der Vorläuferlehrberufe nach einer Lehrzeitunterbrechung die Lehre im neuen Lehrberuf "Fahrzeugtechnik" fortsetzen wollen, wird die bereits zurückgelegte Lehrzeit voll angerechnet.

Personen, die die Lehrabschlussprüfung in einem Vorläufer-Lehrberuf abgelegt haben, dürfen die folgenden Berufsbezeichnungen führen:

LehrabschlussprüfungBerufsbezeichnung
1. Kraftfahrzeugtechnik - Hauptmodul Personenkraftwagentechnik Fahrzeugtechnik - Schwerpunkt Personenkraftwagentechnik
2. Kraftfahrzeugtechnik - Hauptmodul Nutzfahrzeugtechnik Fahrzeugtechnik - Schwerpunkt Nutzfahrzeugtechnik
3. Kraftfahrzeugtechnik - Hauptmodul Motorradtechnik Fahrzeugtechnik - Schwerpunkt Motorradtechnik
4. Karosseriebautechnik Fahrzeugtechnik - Schwerpunkt Karosserietechnik

 

Der Lehrberuf "Fahrzeugtechnik" hat folgende 4 Schwerpunkte:

  1. Personenkraftwagentechnik
  2. Nutzfahrzeugtechnik
  3. Motorradtechnik
  4. Karosserietechnik

Eine Kombination dieser Schwerpunkte ist NICHT möglich, es können aber einzelne Inhalte der nicht ausgebildeten Schwerpunkte zusätzlich ausgebildet werden.

 


Berufsbeschreibung

Der Lehrberuf "Fahrzeugtechnik" kann in folgenden 4 Spezialisierungen ("Schwerpunkten") erlernt und ausgeübt werden:

  • Personen-Kraftfahrzeuge (PKWs) (Autos zur Personen-Beförderung, z.B. Limousine, SUV, Van, Kombi, Cabrio);
  • Nutzfahrzeuge (LKWs) (Straßenfahrzeuge zur Beförderung von Lasten, z.B. Lastautos, Sattelschlepper, Feuerwehr- und Rettungswagen, Autobusse, Pickups);
  • Motorräder (einspurige motorisierte Straßenfahrzeuge, z.B. Cruiser, Tourer, Enduro, Superbike, Chopper);
  • Karosserietechnik (als "Karosserie" wird der gesamte Fahrzeugaufbau aus Stahlblech, Aluminiumblech oder Kunststoff bezeichnet, also z.B. bei PKWs die Fahrgastkabine, die Kotflügel, die Motorhaube und der Kofferraum).

Unabhängig von der Spezialisierung erlernen alle Fahrzeugtechnik-Lehrlinge die Grundlagen der Fahrzeugtechnik, die Werkstatttechnik sowie den Umgang mit Hochvolt-Systemen.

Grundlagen der Fahrzeugtechnik:

  • Gesamtaufbau eines Fahrzeuges: Bauformen und Bauweisen des Fahrzeugaufbaus; Antriebseinheit (Motor), Antriebsstrang (Kraftübertragung), Fahrwerk (Räder, Lenkung), Fahrzeugaufbau (Boden, Karosserie, Radkasten, Fensterscheiben), elektrische Anlagen, Sicherheitssysteme, Filter (Luft- und Abgasfilter, Kraftstoff- und Schmierölfilter usw.), Betriebsstoffe (Schmiermittel, Kühlmittel);
  • Motoren: Verbrennermotoren (Otto- und Dieselmotor), Elektromotoren, Hybridelektroantriebe mit Brennstoffzellen; Motormechanik; Abgasanlage;
  • Kraftübertragungs-Teile: Kupplung, Getriebe, Differential, Antriebswelle, Fahrwerk (Lenkung, Radaufhängung, Achsen, Federung, Bremsen, Räder, Reifen);
  • elektrische Systeme: Batterie, Generatoren ("Lichtmaschine"), Beleuchtung (Scheinwerfersysteme), elektrisches Bordnetz; Steuergeräte (zur Steuerung von Motor, Getriebe, Klimaanlage und Fahrwerk);
  • Komfort- und Sicherheitssysteme: z.B. Klimaanlage (Heizung, Kühlung), Navigationsgeräte, Autoradio, Antiblockiersystem (ABS) und elektronische Stabilitätsprogramme (ESP) zur Regelung von Bremsdruck und Motorleistung (Verhindern ein Schleudern des Fahrzeugs); Assistenzsysteme (z.B. Abstandsregler, Notbremsassistent, Spurhalteassistent, Einparkhilfe);
  • Informationstechnik: Messung und Anzeige verschiedener Messwerte des Fahrzeuges (z.B. verschiedene Motoren-Werte wie Drehzahl, Temperatur, Öldruck oder Abgaswerte, Füllstände von Kraftstoff und Motoröl, Reifendruck, Geschwindigkeit usw.).
  • Werkstattabläufe: Auftragsabwicklung (Erfassen der Kunden- und Fahrzeugdaten am Computer, Ermitteln des Reparaturaufwandes, Auftragsannahme, Werkstattauftrag, Materialbeschaffung, Reparatur, Altteilentsorgung, Probefahrt, Rechnung); betriebliche Lagerwirtschaft (Ersatzteile, Werkstoffe, Hilfsstoffe); betrieblicher Warenfluss (Anforderung von Ersatzteilen für Reparaturaufträge, Bereitstellung von hergestellten Neuteilen).

Werkstatttechnik:

  • Technische Unterlagen: Verwenden von Werkstattinformationssystemen, Zeichnungen, Normen, Vorschriften, Bedienungsanleitungen, Plänen und Schaltplänen; Beachten der Fahrzeugherstellervorgaben;
  • Messtechnik: Ermitteln von mechanischen und elektrischen Werten mit Prüf- und Messgräten, Dokumentieren der Ergebnisse;
  • Bearbeitungsverfahren: händisches und maschinelles Bearbeiten von Fahrzeugbauteilen mit Handwerkzeugen, Geräten und Maschinen;
  • Verbindungstechniken: Herstellen lösbarer und unlösbarer Verbindungen, z.B. Montage von Ersatzteilen oder neu hergestellten Teilen.

Umgang mit Hochvolt-Systemen:
(Hochvolt-Systeme bzw. HV-Systeme sind die Antriebsnetze in Elektro- und Hybridfahrzeugen mit einer Spannung von 400 bis 800 Volt; da bei unsachgemäßer Handhabung dieser Hochvoltsysteme absolute Lebensgefahr besteht, dürfen Arbeiten daran ausschließlich von speziell geschultem Fachpersonal durchgeführt werden):

  • physikalischen Grundlagen der Elektrotechnik
  • Fahrzeuge mit Hochvolt-Systemen;
  • Hochvolt-Bauteile;
  • Energiespeichertechnologien;
  • Messgeräte für das Arbeiten mit Hochvolt-Systemen;
  • Wirkung und Gefahren von Hochvolt-Systemen für den menschlichen Körper;
  • Schutzausrüstung und Schutzmaßnahmen bei Arbeiten mit Hochvolt-Systemen;
  • Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Stromunfällen;
  • Sicherheitseinrichtungen eines Hochvolt-Systems;
  • Brandursachen bei Hochvolt-Systemen;
  • Verknüpfung zwischen elektrischem Bord-Netz und Hochvolt-System;

 

FahrzeugtechnikerInnen mit Schwerpunkt Personenkraftwagentechnik sind zuständig für Service, Wartung, Inspektion, Reparatur sowie das Umrüsten und Nachrüsten aller Arten von Personenkraftfahrzeugen.

Beim Service von Personenkraftwagen handelt es sich um eine regelmäßige Überprüfung und Wartung eines Autos zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit und zur Erfüllung der Garantiebedingungen der Herstellerfirma. Beim "kleinen Service" (meist jährlich bzw. nach 15.000 bis 20.000 Kilometern) werden das Motoröl und der Ölfilter gewechselt, Bremsen und Beleuchtung überprüft sowie kleinere Schäden festgestellt und behoben. Beim "großen Service" (meist alle zwei Jahre bzw. nach 30.000 bis 60.000 Kilometern) werden die Sicherheits- und Verschleißteile (Bremsanlage, Fahrwerk, Auspuff, Zündkerzen) überprüft, Filter ausgetauscht (z.B. Luft- und Abgasfilter, Kraftstofffilter, Schmierölfilter, Innenraumfilter) und die Betriebsstoffe (Schmieröle, Schmierstoffe, Kühl- und Gefrierschutzmittel, Bremsflüssigkeiten, Flüssigkeiten zur Kraftübertragung) kontrolliert bzw. ergänzt. Die gesetzlich vorgeschriebene Überprüfung eines Fahrzeuges (nach der Begutachtungsplakette auch als "Pickerlüberprüfung" bezeichnet) erfolgt bei Neuwagen nach 3 und nach 5 Jahren und dann jährlich; dabei wird die Verkehrs- und Betriebssicherheit überprüft (Ausrüstung, Beleuchtung, Sicherheitseinrichtungen, Fahrgestell und Karosserie, Reifen und Räder, Motor, Bremsen); zusätzlich wird getestet, ob mit dem Fahrzeug nicht übermäßig Lärm, Rauch, übler Geruch oder schädliche Luftverunreinigungen (Kontrolle der Abgaswerte) verursacht werden können.

Der zweite große Tätigkeitsbereich der FahrzeugtechnikerInnen für Personenkraftwagentechnik ist die Reparatur schadhafter Fahrzeuge. Vor Beginn der Reparaturarbeiten suchen die FahrzeugtechnikerInnen zunächst mit geeigneten Messgeräten nach Fehlern bzw. Schäden am Motor, an der Kraftübertragung, am Fahrwerk, am Fahrzeugaufbau und an den elektrischen Systemen (Fehlerdiagnose) und dokumentieren die jeweiligen Prüfstände in einem Prüfbericht. Die anschließenden Reparaturarbeiten erfolgen meist durch den Ausbau der schadhaften Teile und den Einbau neuer Ersatzteile. Seltener ist es erforderlich, dass die FahrzeugtechnikerInnen selbst die schadhaften Teile reparieren oder nachfertigen müssen, weil es keine geeigneten Ersatzteile mehr gibt (z.B. bei älteren bzw. nicht mehr produzierten Modellen und bei "Oldtimern").

Da heute die Elektrik und die Elektronik eine besonders wichtige Rolle im Fahrzeugbau spielen, gibt es hier im Reparaturbereich besondere Anforderungen an die FahrzeugtechnikerInnen für Personenkraftwagentechnik: Ihre Aufgabe ist das Erkennen, Diagnostizieren und Dokumentieren von Fehlern und Schäden in den elektrischen Systemen (Beleuchtung, Spannungsversorgung) sowie deren Einzelbaugruppen (Leuchtmittel, Scheinwerfersysteme, Batterien, Generatoren, Bordnetz, elektrische Motoren, Sensoren) mit geeigneten Prüf- und Messgeräten. Wie vielfältig diese Aufgaben sind, zeigt schon eine einfache Aufzählung von elektrischen/elektronischen Systemen in Fahrzeugen: Rückhaltesysteme (z.B. Sicherheitsgurte, Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer), Airbag-Systeme, Pre-Crash-Systeme (zur automatischen Erkennung und Vermeidung von Unfallsituationen mittels Kamera und Radar sowie zur Verringerung der Unfallfolgen, z.B. durch Straffung der Sicherheitsgurte und Notbremsung), Post-Crash-Systeme (z.B. automatisches Abbremsen des Fahrzeugs nach einem Unfall), Fahrerassistenzsysteme (z.B. Notbremsungsassistent, Spurhalteassistent, Müdigkeitserkennung, Geschwindigkeitsassistent, Rückfahrassistent, Abstandsregeltempomat, Totwinkelwarner, Verkehrszeichenerkennung, Parkassistent), Infotainmentsysteme (zentraler Touchscreen zur Anzeige von Informationen und zur Unterhaltung, z.B. mit Radio, Streaming und Smartphone-Verbindung), Komfortsysteme (z.B. Klimaautomatik, Sitzheizung und Sitzbelüftung, Lenkradheizung, Elektrische Fensterheber, Soft-Close-Automatik zum leisen Schließen der Türen, Einparkhilfe und Rückfahrkamera, Regensensor usw.), Belüftungssystem, Heizung, Klimatisierung, Diebstahlschutzsysteme, Beleuchtung, Spannungsversorgung (Netzteil zur Umwandlung elektrischer Energie aus dem Netz in eine für elektronische Geräte nutzbare Ausgangsspannung). Bestandteil dieser Systeme sind zahlreiche Einzelbaugruppen, z.B. Gurte, Gasgeneratoren, Sensoren, Kameras, Steuergeräte, Multifunktionslenkrad (Lenkrad mit Tasten, Schaltern oder Schaltflächen zur Steuerung zahlreicher Fahrzeugfunktionen), Navigationssystem (automatische Zielführung zu einem gewählten Ort mittels Positionsbestimmung und Geoinformation), eCall (Notrufsystem) und Hydrauliksysteme (Kraftübertragung durch Flüssigkeiten).

Zu den Aufgaben der FahrzeugtechnikerInnen für Personenkraftwagentechnik gehört weiters auch das Umrüsten und Nachrüsten der Fahrzeuge. Unter "Umrüsten" versteht man die technische Änderung vorhandener Fahrzeuge, um sie an neue Anforderungen und Funktionen anzupassen. Dazu gehört der behindertengerechte Umbau (z.B. Handgas statt Gaspedal) oder auch das sogenannte "Tuning", also ein Umbau zur Verbesserung/Veränderung der Leistung oder der Fahreigenschaften oder auch des Aussehens und der Geräuschentwicklung (Sportauspuff, Fahrwerk, Felgen). Beim "Nachrüsten" ("Upgrade") geht es um den Einbau zusätzlicher Systeme und Elemente zur Steigerung des Komforts und der Leistung, die vorher nicht vorhanden waren. Die häufigsten Nachrüstungsmaßnahmen betreffen die Bereiche "Infotainment und Navigation" (Touch-Display statt altes Radio), "Fahrassistenz und Sicherheit" (Einbau von Rückfahrkameras, Park Distance Control, Sitzheizungen, Tempomaten), "Lichttechnik" (stromsparende LEDs statt Glühlampen), "Leistungssteigerung" (gezielte Änderung der werksseitig festgelegten Steuerparameter durch "Chiptuning" zur Leistungssteigerung des Motors oder auch durch "Eco-Tuning" zur Verbrauchsminimierung) und "Fahrwerk und Optik" (Sportfahrwerke, Tieferlegungen, Leichtmetallfelgen).

Weitere Aufgaben der FahrzeugtechnikerInnen für Personenkraftwagentechnik sind das Wechseln von Reifen und das Auswuchten von Rädern. Der Reifenwechsel ist vor allem im Winter notwendig, da für diese Jahreszeit spezielle Winterreifen gesetzlich vorgeschrieben sind. Durch ein spezielles Profil und eine weichere Gummi-Mischung haften diese bei Kälte und Schneematsch besser auf der Fahrbahn und sind daher sicherer. Beim Wechsel von Sommer- auf Winterreifen und umgekehrt wird meist gleich das ganze Rad (Felge+Reifen) ausgetauscht, da das Aufziehen neuer Reifen auf die Felge recht zeitaufwendig ist und nur dann gemacht wird, wenn die Reifen schon sehr abgenützt sind. Ein regelmäßiger Reifenwechsel ist auch sonst immer wieder erforderlich, da abgenützte Reifen verboten und gefährlich sind (Gefahr des Schleuderns oder eines Reifenplatzers). Bei jedem Reifenwechsel muss jeweils auch das Reifendruckkontrollsystem (RDKS bzw. TPMS=Tire Pressure Monitoring System) überprüft und kontrolliert werden; dieses Kontrollsystem, das in der EU (Europäische Union) für alle Neuwagen verpflichtend vorgeschrieben ist, überwacht permanent den Luftdruck der Autoreifen, warnt bei Druckverlust, erhöht damit die Sicherheit und senkt den Kraftstoffverbrauch.

Beim Auswuchten von Rädern soll erreicht werden, dass sich ein Autorad absolut gleichmäßig um seine Achse dreht, damit Vibrationen und damit der übermäßige Verschleiß des Fahrwerks (Radaufhängung, Stoßdämpfer) und des Reifenabriebs (Abnützung des Reifens) vermieden werden. Beim Auswuchten wird das Rad in eine Radauswuchtmaschine eingespannt und in schnelle Drehung versetzt; Sensoren messen die Unregelmäßigkeiten und Abweichungen in der Drehung ("Unwuchten") und die Elektronik berechnet, an welcher Stelle der Radfelge Gewichte ("Auswuchtgewichte" aus Zink oder Blei) zum Ausgleich der Unregelmäßigkeit angebracht werden müssen.

Eine wichtige Aufgabe der FahrzeugtechnikerInnen für Personenkraftwagentechnik ist schließlich auch die Durchführung von Korrosionsschutzmaßnahmen an den Fahrzeugen. Als "Korrosion" bezeichnet man bei Fahrzeugen die langsame Zerstörung (das "Verrosten") von Metallteilen durch Feuchtigkeit, Sauerstoff und Streusalze. Am häufigsten sind die Flächenkorrosion (Metallflächen mit beschädigten Lackstellen, unbehandelter Unterboden), die Spaltenkorrosion (in engen Zwischenräumen, wo sich Feuchtigkeit ansammeln kann) und die Lochfraßkorrosion (infolge beschädigter Schutzschichten, z.B. am Auspuff). Die wichtigste Methode zur Verhinderung von Korrosion ist das Auftragen einer Schutzschicht (Lack, Unterbodenschutz), wobei die betroffenen Flächen zunächst gereinigt, geschliffen und entfettet, sodann mit einem Rostschutzmittel grundiert und nach dem Trocknen mit einem Speziallack in mehreren dünnen Schichten lackiert werden; abschließend wird die lackierte Fläche mit Klarlack versiegelt.

Der Lehrberuf "Fahrzeugtechnik" kann in folgenden 4 Spezialisierungen ("Schwerpunkten") erlernt und ausgeübt werden:

  • Personen-Kraftfahrzeuge (PKWs) (Autos zur Personen-Beförderung, z.B. Limousine, SUV, Van, Kombi, Cabrio);
  • Nutzfahrzeuge (LKWs) (Straßenfahrzeuge zur Beförderung von Lasten, z.B. Lastautos, Sattelschlepper, Feuerwehr- und Rettungswagen, Autobusse, Pickups);
  • Motorräder (einspurige motorisierte Straßenfahrzeuge, z.B. Cruiser, Tourer, Enduro, Superbike, Chopper);
  • Karosserietechnik (als "Karosserie" wird der gesamte Fahrzeugaufbau aus Stahlblech, Aluminiumblech oder Kunststoff bezeichnet, also z.B. bei PKWs die Fahrgastkabine, die Kotflügel, die Motorhaube und der Kofferraum).

Unabhängig von der Spezialisierung erlernen alle Fahrzeugtechnik-Lehrlinge die Grundlagen der Fahrzeugtechnik, die Werkstatttechnik sowie den Umgang mit Hochvolt-Systemen.

Grundlagen der Fahrzeugtechnik:

  • Gesamtaufbau eines Fahrzeuges: Bauformen und Bauweisen des Fahrzeugaufbaus; Antriebseinheit (Motor), Antriebsstrang (Kraftübertragung), Fahrwerk (Räder, Lenkung), Fahrzeugaufbau (Boden, Karosserie, Radkasten, Fensterscheiben), elektrische Anlagen, Sicherheitssysteme, Filter (Luft- und Abgasfilter, Kraftstoff- und Schmierölfilter usw.), Betriebsstoffe (Schmiermittel, Kühlmittel);
  • Motoren: Verbrennermotoren (Otto- und Dieselmotor), Elektromotoren, Hybridelektroantriebe mit Brennstoffzellen; Motormechanik; Abgasanlage;
  • Kraftübertragungs-Teile: Kupplung, Getriebe, Differential, Antriebswelle, Fahrwerk (Lenkung, Radaufhängung, Achsen, Federung, Bremsen, Räder, Reifen);
  • elektrische Systeme: Batterie, Generatoren ("Lichtmaschine"), Beleuchtung (Scheinwerfersysteme), elektrisches Bordnetz; Steuergeräte (zur Steuerung von Motor, Getriebe, Klimaanlage und Fahrwerk);
  • Komfort- und Sicherheitssysteme: z.B. Klimaanlage (Heizung, Kühlung), Navigationsgeräte, Autoradio, Antiblockiersystem (ABS) und elektronische Stabilitätsprogramme (ESP) zur Regelung von Bremsdruck und Motorleistung (Verhindern ein Schleudern des Fahrzeugs); Assistenzsysteme (z.B. Abstandsregler, Notbremsassistent, Spurhalteassistent, Einparkhilfe);
  • Informationstechnik: Messung und Anzeige verschiedener Messwerte des Fahrzeuges (z.B. verschiedene Motoren-Werte wie Drehzahl, Temperatur, Öldruck oder Abgaswerte, Füllständ…
Auf dem Bild ist ein Fahrzeugtechniker in Arbeitskleidung zu sehen, der den Ölstand eines Fahrzeugs überprüft.
© AMS / Das Medienstudio
Auf dem Bild ist ein Fahrzeugtechniker zu sehen, der unter der geöffneten Motorhaube eines Autos arbeitet und dabei ein Messinstrument verwendet.
© AMS / Das Medienstudio
Das Bild zeigt einen Fahrzeugtechniker, der in einer Werkstatt an einem Autoteil arbeitet.
© AMS / Das Medienstudio
Auf dem Bild ist ein Fahrzeugtechnike rzu sehen, der ein Autoteil in einer Werkstatt inspiziert.
© AMS / Das Medienstudio
Das Bild zeigt einen Fahrzeugtechniker, der eine Schwungscheibe inspiziert.
© AMS / Das Medienstudio
Auf dem Bild ist ein Fahrzeugtechniker in Arbeitskleidung zu sehen, der an einem Auto arbeitet.
© AMS / Das Medienstudio
Auf dem Bild ist ein Fahrzeugtechniker zu sehen, die den Ölstand eines Fahrzeugs überprüft.
© AMS / Das Medienstudio
Auf dem Bild ist ein Fahrzeugtechniker in Arbeitskleidung zu sehen, der an einem Fahrzeug arbeitet.
© AMS / Das Medienstudio
Auf dem Bild ist ein Fahrzeugtechniker in Arbeitskleidung zu sehen, der an einem Fahrzeug arbeitet.
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Auf dem Bild ist ein Fahrzeugtechniker in Arbeitskleidung zu sehen, der an einem Fahrzeug arbeitet.
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Auf dem Bild ist ein Fahrzeugtechniker in Arbeitskleidung zu sehen, der an einem Fahrzeug arbeitet.
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Auf dem Bild ist ein Fahrzeugtechniker in Arbeitskleidung zu sehen, der an einem Fahrzeug arbeitet.
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Auf dem Bild ist ein Fahrzeugtechniker in Arbeitskleidung zu sehen, der an einem Fahrzeug arbeitet.
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Auf dem Bild ist ein Fahrzeugtechniker in Arbeitskleidung zu sehen, der an einem Fahrzeug arbeitet.
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  • 6 überfachliche berufliche Kompetenzen
  • Einsatzbereitschaft
  • Genauigkeit
  • Körperliche Belastbarkeit
  • Lernbereitschaft
  • Technisches Verständnis
  • Verantwortungsbewusstsein
  • 16 In Inseraten gefragte berufliche Kompetenzen
  • Schweißkenntnisse
  • Bremsenservice und -reparatur
  • Dokumentation von Messergebnissen
  • Fehlerbehebung an elektronischen Anlagen
  • Hydrauliktechnik
  • Instandsetzung von Gebrauchtwagen
  • Kfz-Diagnose
  • Kfz-Elektronik
  • Kfz-Mechanik
  • Kfz-Service
  • Kfz-Spenglerei
  • Kraftfahrzeugprüfung nach §57a
  • Kraftfahrzeugservice und -reparatur
  • Lagerhaltung
  • Pannendienst
  • Personenkraftwagenbau
Auf dem Bild ist ein Fahrzeugtechniker in Arbeitskleidung zu sehen, der den Ölstand eines Fahrzeugs überprüft.
© AMS / Das Medienstudio
Auf dem Bild ist ein Fahrzeugtechniker zu sehen, der unter der geöffneten Motorhaube eines Autos arbeitet und dabei ein Messinstrument verwendet.
© AMS / Das Medienstudio
Das Bild zeigt einen Fahrzeugtechniker, der in einer Werkstatt an einem Autoteil arbeitet.
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Auf dem Bild ist ein Fahrzeugtechnike rzu sehen, der ein Autoteil in einer Werkstatt inspiziert.
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Das Bild zeigt einen Fahrzeugtechniker, der eine Schwungscheibe inspiziert.
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Auf dem Bild ist ein Fahrzeugtechniker in Arbeitskleidung zu sehen, der an einem Auto arbeitet.
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Auf dem Bild ist ein Fahrzeugtechniker zu sehen, die den Ölstand eines Fahrzeugs überprüft.
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Auf dem Bild ist ein Fahrzeugtechniker in Arbeitskleidung zu sehen, der an einem Fahrzeug arbeitet.
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Auf dem Bild ist ein Fahrzeugtechniker in Arbeitskleidung zu sehen, der an einem Fahrzeug arbeitet.
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Auf dem Bild ist ein Fahrzeugtechniker in Arbeitskleidung zu sehen, der an einem Fahrzeug arbeitet.
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Auf dem Bild ist ein Fahrzeugtechniker in Arbeitskleidung zu sehen, der an einem Fahrzeug arbeitet.
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Auf dem Bild ist ein Fahrzeugtechniker in Arbeitskleidung zu sehen, der an einem Fahrzeug arbeitet.
© AMS / Das Medienstudio
Auf dem Bild ist ein Fahrzeugtechniker in Arbeitskleidung zu sehen, der an einem Fahrzeug arbeitet.
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Auf dem Bild ist ein Fahrzeugtechniker in Arbeitskleidung zu sehen, der an einem Fahrzeug arbeitet.
© AMS / Das Medienstudio