BetonbauerIn

Berufsbereiche: Bau, Baunebengewerbe, Holz, Gebäudetechnik
Ausbildungsform: Lehre
Lehrzeit: 3 Jahre. ∅ Einstiegsgehalt: ab € 2.390,- bis k.A. * Arbeitsmarkttrend: gleichbleibend
* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Berufsbeschreibung

BetonbauerInnen führen Betonbauarbeiten in allen Baubereichen durch (Hochbau, Industriebau, Fertigteilbau, Brückenbau, konstruktiver Wasserbau). Im Hochbau (Wohnbau, Bürogebäude, Industriegebäude usw.) wird Beton bei der Errichtung von Fundamenten, Decken, Stiegen, Trägerkonstruktionen, Pfeilern und Fußböden (Estrich) verwendet, im Tiefbau bei der Errichtung von Brücken, Tunnels, Autobahnen und Tiefgaragen. Im Wasserbau wird Beton beim Bau von Staudämmen, Bewässerungs- und Entwässerungsanlagen, Hochwasserschutzbauten sowie Kanal- und Kläranlagen eingesetzt.

Beton ist ein Gemisch aus Zement, Schotter (Kies, Sand, Splitt), Wasser und Zusatzstoffen, das beim Trocknen sehr hart und fest wird ("künstliches Gestein"). Dieses Gemisch wird in Schalungen gegossen und kann praktisch in jede beliebige Form gebracht werden. Damit ist Beton heute einer der wichtigsten Baustoffe. Beton wird häufig nicht direkt auf der Baustelle angemischt, sondern von Betonwerken fertig geliefert; dieser sogenannte Transportbeton (auch "Fertigbeton" oder "Lieferbeton") ist frischer Beton, der in Spezial-Lastautos mit rotierenden Mischtrommeln direkt zu den Baustellen gebracht und dort mit einer Betonpumpe in die Schalungen gepumpt wird.

Schalungen sind Gussformen aus Holz, Kunststoff oder Stahl in der Form der anzufertigenden Betonteile. Bei der Herstellung von Schalungen für Betonbauteile, die starken Zugkräften ausgesetzt sind, werden im Inneren der Schalungen sogenannte Bewehrungen befestigt. Bewehrungen sind Stahlstäbe bzw. Matten und Geflechte aus Stahlstäben, die zur Erhöhung der Festigkeit der Betonteile dienen ("Stahlbeton").

Die Aufgaben der BetonbauerInnen umfassen alle Abschnitte eines Betonbauprojektes von der Planung bis zur Fertigstellung. Sie sehen sich zunächst die Baupläne und Bauskizzen genau an, planen die weiteren Schritte zur Verwirklichung des Bauvorhabens und berechnen den Materialbedarf. Auf der Baustelle wirken sie an den Vermessungsarbeiten mit und stecken den Bauplatz ab, z.B. mit sogenannten Schnurgerüsten (Holz- oder Metallböcke, an denen die Schnüre zur Positionierung der Gebäude-Außenkanten befestigt werden). Dabei arbeiten sie unter anderem auch mit digitalen Vermessungsgeräten, dokumentieren die Vermessungsergebnisse und führen Berechnungen zum Materialbedarf durch. Weiters sind die BetonbauerInnen auch an der Herstellung von Baugruben und Schächten (Künetten) beteiligt, wobei sie vor allem für die Einsturzsicherung durch Stützwände und Pölzungen (Abstützungen) sorgen.

Eine zentrale Aufgaben der BetonbauerInnen ist die Errichtung von Schalungen. Schalungen sind Konstruktionen bzw. Formen aus Holzbrettern oder aus Holz-, Kunststoff- oder Stahltafeln, in die der frische Beton eingefüllt wird. Die Innenseiten der Schalungen werden mit Schalöl bestrichen, um das Anhaften des Betons an den Schalungsteilen zu verhindern und damit das Entfernen der Schalung nach dem Erhärten des Betons ("Ausschalen") zu erleichtern. Bei bestimmten Baukonstruktionen, vor allem im Brückenbau, werden vor dem Aufstellen der eigentlichen Schalung sogenannte Leergerüste errichtet; das sind Traggerüste aus Stahlkonstruktionsteilen, die zum Stützen der Schalung bzw. der Betonbauteile dienen. Für Betonbauteile, die starken Zugkräften ausgesetzt sind, stellen die BetonbauerInnen sogenannte Bewehrungen her. Das sind Eisen- oder Stahleinlagen, die dem Beton eine hohe Zugfestigkeit verleihen. Die BetonbauerInnen schneiden Beton- bzw. Baustahl (Stahlstäbe mit gerippter Oberfläche) mit Bolzenschneidern oder elektrischen Schneidemaschinen zu. Dann biegen sie die Stahlstäbe mit Handbiegemaschinen oder elektrischen Biegemaschinen und verbinden sie mit Bindedraht oder durch Verschweißen zu Baustahlgittern ("Bewehrungskörbe"). Diese legen sie gemäß dem Bewehrungsplan in die Schalungen ein und verankern sie dort.

BetonbauerInnen wirken auch bei der Errichtung von sgn. Sonderschalungen mit, z.B. Kletterschalungen oder Gleitschalungen. Das sind Schalungen, welche nach Fertigstellung eines Bauabschnittes in den nächsten Bauabschnitt versetzt werden können, z.B. mit einem Kran oder mit eigenen Hebevorrichtungen. Eine weitere Sonderform sind die Sichtbetonschalungen; Sichtbeton ist Beton, dessen Oberfläche nach dem Ausschalen sichtbar bleibt, der also nicht verputzt oder verkleidet wird und daher von sich aus schon eine Gestaltung aufweisen soll, z.B. Muster oder Profile oder die Nachahmung bestimmter Strukturen (Gestein, Holz). Solche Oberflächen werden durch entsprechend gestaltete Schaltafeln sowie durch die Verwendung von sehr feinem Beton für die Oberflächenschichten erzielt.

Die Betonzubereitung erfolgt entweder direkt auf der Baustelle oder in eigenen Betonlieferbetrieben. Auf der Baustelle erzeugen die BetonbauerInnen den Beton in Betonmischanlagen und transportieren ihn mit Krankübeln in die Schalungen. Kommt der Beton von Betonwerken, wird er in Betonmischfahrzeugen zu den Baustellen geliefert und über einen Pumpenschlauch in die Schalungen gepumpt. Damit der Beton die gewünschte Festigkeit erreicht, muss er gestampft und gerüttelt werden; dies erfolgt mittels sogenannter "Außenrüttlern", die an der Schalung befestigt sind und den Beton bereits während des Einbringens verdichten. Bei der Nachbehandlung gießen die BetonbauerInnen Wasser auf den Beton, um ein zu schnelles Trocknen ("Abbinden") und damit die Bildung von Rissen oder Sprüngen zu verhindern. Nach Erhärten des Betons entfernen sie die Schalung und reinigen die wiederverwendbaren Schalungsteile. Diese Abschlussarbeiten werden allerdings oft von Bauhilfskräften durchgeführt.

Weitere wichtige Aufgaben der BetonbauerInnen sind die Verlegung von Fertigteildecken, die Verlegung vorgefertigter Stahlbetonbauteile, die Herstellung und Montage von Bauteilen aus Beton und Stahlbeton (z.B. Fassadenelemente, Verblendungen), der Einbau von Leichtbauwänden, die Abdichtung von Bauwerken gegen Feuchtigkeit, der Einbau von Dämmstoffen für Wärme-, Schall- und Brandschutz, die Herstellung von Estrich (Fußboden-Untergrund), das Verputzen von Innen- und Außenflächen und der Einbau von Einbauteilen wie Fenster und Türen. Auch Sanierungsarbeiten an bestehenden Betonbauwerken werden von den BetonbauerInnen durchgeführt.

In der Ausbildungsordnung dieses Lehrberufs ist folgendes BERUFSPROFIL festgelegt (Quelle: Betonbau-Ausbildungsordnung 2019):

  1. Umsetzen von Planvorgaben (Lage, Höhe, Material) unter Einbeziehung moderner Vermessungstechnik in die Natur,
  2. Herstellen, Adaptieren, Instandhalten und Sanieren von Bauteilen, Bauwerksteilen und Bauwerken aus Beton, Stahl- und Spannbeton sowie weiteren Baustoffen,
  3. Einrichten und Absichern von Baustellen sowie Prüfen von Vorleistungen,
  4. Herstellen von Baugruben und Künetten und Flachgründungen sowie Durchführen aller damit im Zusammenhang stehenden Arbeiten,
  5. Herstellen und Instandhalten von Schalungen aus verschiedenen Materialien (z.B. Holz, Metall, Kunststoff) für Bauteile aus Beton und Stahlbeton,
  6. Herstellen und Verlegen von Fertigteilen,
  7. Herstellen von verschiedenartigen Wänden aus Beton sowie Herstellen von Estrichen und Treppen,
  8. Ausführen der Arbeiten unter Berücksichtigung der einschlägigen Sicherheitsvorschriften, Normen und Umweltstandards.

BetonbauerInnen führen Betonbauarbeiten in allen Baubereichen durch (Hochbau, Industriebau, Fertigteilbau, Brückenbau, konstruktiver Wasserbau). Im Hochbau (Wohnbau, Bürogebäude, Industriegebäude usw.) wird Beton bei der Errichtung von Fundamenten, Decken, Stiegen, Trägerkonstruktionen, Pfeilern und Fußböden (Estrich) verwendet, im Tiefbau bei der Errichtung von Brücken, Tunnels, Autobahnen und Tiefgaragen. Im Wasserbau wird Beton beim Bau von Staudämmen, Bewässerungs- und Entwässerungsanlagen, Hochwasserschutzbauten sowie Kanal- und Kläranlagen eingesetzt.

Beton ist ein Gemisch aus Zement, Schotter (Kies, Sand, Splitt), Wasser und Zusatzstoffen, das beim Trocknen sehr hart und fest wird ("künstliches Gestein"). Dieses Gemisch wird in Schalungen gegossen und kann praktisch in jede beliebige Form gebracht werden. Damit ist Beton heute einer der wichtigsten Baustoffe. Beton wird häufig nicht direkt auf der Baustelle angemischt, sondern von Betonwerken fertig geliefert; dieser sogenannte Transportbeton (auch "Fertigbeton" oder "Lieferbeton") ist frischer Beton, der in Spezial-Lastautos mit rotierenden Mischtrommeln direkt zu den Baustellen gebracht und dort mit einer Betonpumpe in die Schalungen gepumpt wird.

Schalungen sind Gussformen aus Holz, Kunststoff oder Stahl in der Form der anzufertigenden Betonteile. Bei der Herstellung von Schalungen für Betonbauteile, die starken Zugkräften ausgesetzt sind, werden im Inneren der Schalungen sogenannte Bewehrungen befestigt. Bewehrungen sind Stahlstäbe bzw. Matten und Geflechte aus Stahlstäben, die zur Erhöhung der Festigkeit der Betonteile dienen ("Stahlbeton").

Die Aufgaben der BetonbauerInnen umfassen alle Abschnitte eines Betonbauprojektes von der Planung bis zur Fertigstellung. Sie sehen sich zunächst die Baupläne und Bauskizzen genau an, planen die weiteren Schritte zur Verwirklichung des Bauvorhabens und berechnen den Materialbedarf. Auf der Baustelle wirken sie an den Vermessungsarbeiten mit und stecken den Bauplatz ab, z.B. mit sogenannten Schnurgerüsten (Holz- oder Metallböcke, an denen die Schnüre zur Positionierung der Gebäude-Außenkanten befestigt werden). Dabei arbeiten sie unter anderem auch mit digitalen Vermessungsgeräten, dokumentieren die Vermessungsergebnisse und führen Berechnungen zum Materia…

  • 3 überfachliche berufliche Kompetenzen
  • 1
    • Flexibilität
  • Körperliche Belastbarkeit
  • Trittsicherheit
  • 14 In Inseraten gefragte berufliche Kompetenzen
  • Montageeinsätze
  • Gerüstbaukenntnisse
  • Schweißkenntnisse
  • Arbeit mit Bauzeichnungen und -plänen
  • Bauspenglerei
  • Bedienung von Betonpumpen
  • Bedienung von Mischmaschinen
  • Betonieren
  • Betonnachbehandlung
  • Betonsanierung
  • Herstellung von Mörtel und Betonmischungen
  • Lesen von Schalungsplänen
  • Schalungs- und Formenbau
  • Stahlbetonbau