DestillateurIn

Berufsbereiche: Chemie, Biotechnologie, Lebensmittel, Kunststoffe
Ausbildungsform: Lehre
Lehrzeit: 3 Jahre ∅ Einstiegsgehalt: € 2.320,- bis € 3.690,- *
* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Berufsbeschreibung

DestillateurInnen stellen aus pflanzlichen Rohstoffen alkoholische Getränke, reinen Alkohol und sonstige Auszüge und Essenzen her. Ihre wichtigsten Erzeugnisse sind z.B. Edelbranntweine wie Weinbrand, Rum oder Obstbranntweine bzw. -schnäpse sowie Liköre und Auszüge ("Extrakte") aus pflanzlichen Rohstoffen (z.B. Kräuterauszüge für alkoholische und nichtalkoholische Getränke, Aromastoffe für Wurstwaren oder Pasteten usw.).

Bei der Gewinnung von reinem Alkohol zerkleinern die DestillateurInnen zunächst die zucker- und stärkehaltigen Rohstoffe (z.B. Obst, Zuckerrüben, Getreide, Kartoffeln) und mischen sie mit Hefe oder Malz, um sie rascher zur Gärung zu bringen. Bei der Vergärung entsteht Alkohol, der durch die Destillation von den übrigen Bestandteilen getrennt wird. Dazu erhitzen die DestillateurInnen die vergärten Rohstoffe ("Maische") in der Brennblase der Destillier- bzw. Brennanlage bis zum Siedepunkt des Alkohols, der in Dampfform aus der Brennblase entweicht. In einem Kühlsystem wird der Alkoholdampf wieder verflüssigt und schlägt sich als reiner Alkohol nieder. Der so gewonnene Roh- oder Raubrand wird durch weitere Brennvorgänge ("Rektifikation") gereinigt und konzentriert. Die DestillateurInnen überprüfen dabei durch Kontrollmessungen mit dem Alkoholmeter und durch Geruchs- und Geschmacksproben regelmäßig den Alkoholgehalt und die Qualität des Destillates. Weiters führen sie genaue Aufzeichnungen über die Produktion für die Abrechnung mit der Finanzbehörde, da auf Grund gesetzlicher Regelungen der Alkohol nicht frei verkauft werden darf und die Produktionsmengen genauen Kontrollen unterliegen.

Das Verfahren bei der Trinkbranntweinherstellung ist ähnlich dem der Herstellung von reinem Alkohol. Als Grundstoffe werden hier allerdings verschiedene Obstsorten verwendet. Außerdem müssen die DestillateurInnen darauf achten, möglichst viele Aromastoffe im Destillat zu erhalten. Bei der Likörherstellung mischen die DestillateurInnen reinen Alkohol mit enthärtetem Wasser, Zucker und mit je nach Geschmacksrichtung des Endproduktes unterschiedlichen Aromastoffen (z.B. Kräuterauszüge, Sirup, Fruchtsäfte usw.) in Kesseln oder Tanks. Sie entnehmen regelmäßig Proben, überprüfen den Geschmack des Likörs durch Verkosten und kontrollieren im Labor den Alkoholgehalt, den sie fallweise durch die Beigabe von destilliertem Wasser oder Alkohol korrigieren. Das fertige Gemisch reinigen sie in Filter- bzw. Klärapparaten von letzten Rückständen oder Trübungen und pumpen es in Lagertanks. Bei der Herstellung von Auszügen (Extrakten) verwenden die DestillateurInnen verschiedene sogenannten "Drogen" (z.B. Kräuter, Wurzeln, Blüten, Früchte, Schalen, Rinden, Harze), deren Inhaltsstoffe sie durch verschiedene Aufbereitunsverfahren gewinnen. Es gibt zwei verschiedene Verfahrensarten, die sogenannten Warmverfahren (vor allem Destillation) und die Kaltverfahren, z.B. Mazeration (Ziehenlassen der Drogen in Wasser oder Alkohol). Die gewonnenen Extrakte werden als geschmacksbildende Zusatzstoffe bei der Spirituosenerzeugung oder als Essenzen und Aromen für Lebensmittel (z.B. Wurstwaren, Essig usw.) verwendet.

Eine wichtige Aufgabe der DestillateurInnen ist weiters die fachgerechte Lagerung und Abfüllung der alkoholischen Getränke. Sie führen auch Reinigungs- und Desinfektionsarbeiten an den verwendeten Geräten, Maschinen und Anlagen durch, warten sie und halten sie instand.

DestillateurInnen stellen aus pflanzlichen Rohstoffen alkoholische Getränke, reinen Alkohol und sonstige Auszüge und Essenzen her. Ihre wichtigsten Erzeugnisse sind z.B. Edelbranntweine wie Weinbrand, Rum oder Obstbranntweine bzw. -schnäpse sowie Liköre und Auszüge ("Extrakte") aus pflanzlichen Rohstoffen (z.B. Kräuterauszüge für alkoholische und nichtalkoholische Getränke, Aromastoffe für Wurstwaren oder Pasteten usw.).

Bei der Gewinnung von reinem Alkohol zerkleinern die DestillateurInnen zunächst die zucker- und stärkehaltigen Rohstoffe (z.B. Obst, Zuckerrüben, Getreide, Kartoffeln) und mischen sie mit Hefe oder Malz, um sie rascher zur Gärung zu bringen. Bei der Vergärung entsteht Alkohol, der durch die Destillation von den übrigen Bestandteilen getrennt wird. Dazu erhitzen die DestillateurInnen die vergärten Rohstoffe ("Maische") in der Brennblase der Destillier- bzw. Brennanlage bis zum Siedepunkt des Alkohols, der in Dampfform aus der Brennblase entweicht. In einem Kühlsystem wird der Alkoholdampf wieder verflüssigt und schlägt sich als reiner Alkohol nieder. Der so gewonnene Roh- oder Raubrand wird durch weitere Brennvorgänge ("Rektifikation") gereinigt und konzentriert. Die DestillateurInnen überprüfen dabei durch Kontrollmessungen mit dem Alkoholmeter und durch Geruchs- und Geschmacksproben regelmäßig den Alkoholgehalt und die Qualität des Destillates. Weiters führen sie genaue Aufzeichnungen über die Produktion für die Abrechnung mit der Finanzbehörde, da auf Grund gesetzlicher Regelungen der Alkohol nicht frei verkauft werden darf und die Produktionsmengen genauen Kontrollen unterliegen.

Das Verfahren bei der Trinkbranntweinherstellung ist ähnlich dem der Herstellung von reinem Alkohol. Als Grundstoffe werden hier allerdings verschiedene Obstsorten verwendet. Außerdem müssen die DestillateurInnen darauf achten, möglichst viele Aromastoffe im Destillat zu erhalten. Bei der Likörherstellung mischen die DestillateurInnen reinen Alkohol mit enthärtetem Wasser, Zucker und mit je nach Geschmacksrichtung des Endproduktes unterschiedlichen Aromastoffen (z.B. Kräuterauszüge, Sirup, Fruchtsäfte usw.) in Kesseln oder Tanks. Sie entnehmen regelmäßig Proben, überprüfen den Geschmack des Likörs durch Verkosten und kontrollieren im Labor den Alkoholge…

Eine Brautechniker füllt in einem Labor Flüssigkeiten in Flaschen ab.
© AMS / Chloe Potter
Ein Brautechniker misst mit einem Maßband die Höhe eines Metallbehälters in einer Brauerei.
© AMS / Chloe Potter
Ein Brautechniker überwacht und steuert industrielle Brauprozesse an mehreren Computern.
© AMS / Chloe Potter
Ein Brautechniker arbeitet an einer Brauerei-Anlage und bedient ein Steuerungselement.
© AMS / Chloe Potter
Die Braugetränketechniker zapft eine Flüssigkeit aus einem großen Behälter in einen Messbecher.
© AMS / Chloe Potter
Ein Brau- und Getränketechniker arbeitet in einer Brauerei und reinigt eine Leitung.
© AMS / Chloe Potter
Ein Brau- und Getränketechniker arbeitet in einer Brauerei und bedient eine Anlage zum Brauen.
© AMS / Chloe Potter
Ein Brautechniker führt eine chemische Analyse durch, indem er Bier in einem Labor erhitzt.
© AMS / Chloe Potter
Ein Brautechniker arbeitet in einem Labor in der Qualitätskontrolle von Bier.
© AMS / Chloe Potter
Ein Brautechniker schaut durch ein Mikroskop und führt womöglich eine Analyse durch.
© AMS / Chloe Potter
  • ab 18.09.2026
    Das Ausbildungsprogramm entspricht dem Lehrplan der Werkmeisterschule für Berufstätige für Bio- und Lebensmitteltechnologie und umfasst die Pflichtgegenstände Kommunikation und Schriftverkehr, Angewandte Mathematik, Angewandte Informatik, Allgemeine und anorganische Chemie, Organische Chemie, Analytische Chemie, Bio- und Lebensmitteltechnologie, Chemische Verfahrenstechnik, Chemisches Laboratorium und Englisch. Das Werkmeisterzeugnis beinhaltet auch die Lehrlingsausbildungsberechtigung (ADA).
    Ziele:
    Der WIFI-WMS-Abschluss bedeutet Qualifikation für mittlere Führungsebenen (Meister, Teamleiter, Techniker, ...) in den einschlägigen Bereichen der Wirtschaft, der Industrie und des Gewerbes. Die Absolventen sollen:Aufgaben der Planung, Organisation und Kontrolle auf ihrem Fachgebiet selbständig bewältigen können.Lehrlinge ausbildenMitarbeiter im Sinne moderner Managementmethoden führen und unterstützen können.Kostenbewusstsein entwickeln könnenÜbersicht über Maßnahmen der Arbeitssicherheit und der Umweltschonung beweisenim Laufe der zweijährigen Ausbildung die Fähigkeit erwerben, sich selbständig im Fachgebiet und im betrieblichen Umfeld weiterzubilden und dadurch erworbenes Wissen ständig aktualisieren zu können.
    Zielgruppe:
    Eintrittsberechtigung in die WIFI-WERKMEISTERSCHULE Bio- und Lebensmitteltechnologie ist eine positiv abgeschlossene Lehrabschlussprüfung oder eine positiv abgeschlossene Fachschule im Bereich Lebensmitteltechnologie: Beispiele: Bio- und Lebensmittel, Chemielabortechnik, Chemieverfahrenstechnik, Recyclingfachmann, Drogist, Pharm. kaufm. Assistent, Pharmatechniker, Bäcker, Fleischer, Konditor, Koch, Brauer und Mälzer, Molker und Käser, Obst- und Gemüsekonservierer, Bonbon- und Konfektmacher, Destillateur in der Lebensmitteltechnologie. Personen mit artverwandten Lehrabschlüssen und Berufspraxis:Personen mit artverwandten Lehrabschlüssen (z.B. Brau- und Getränketechnik) die eine mindestens 4-jährige Praxis im Bereich Bio- und Lebensmitteltechnologie vorweisen können, müssen um eine ausnahmsweise Zulassung ansuchen. In diesem Fall senden Sie bitte die Firmenbestätigung, eine Kopie Ihres Lehrabschlussprüfungszeugnisses sowie das Ansuchen um ausnahmsweise Zulassung (Antrag) an die WIFI-WERKMEISTERSCHULE in Linz. Sie erhalten eine ausnahmsweise Zulassung - nur mit dieser können Sie an der WIFI-WERKMEISTERSCHULE teilnehmen! Personen ohne Lehrabschlussprüfung oder Personen mit nicht artverwandten Lehrabschlussprüfungen (z.B. Kunststofftechnik):Auch Sie können an der WIFI-WERKMEISTERSCHULE teilnehmen, jedoch nur als außerordentliche Studierende. In diesem Fall erhalten Sie aber kein Zeugnis (von dem die erwähnten Berechtigungen abgeleitet werden können), sondern eine Schulbesuchsbestätigung (mit allen erworbenen Noten). Diese Bestätigung belegt Ihr Engagement und Ihre Leistungen, somit kann dem Arbeitgeber die erfolgte Weiterbildung nachgewiesen und ein Vorsprung erworben werden.
    Voraussetzungen:
    siehe Zielgruppe

    Institut:
    WIFI Oberösterreich

    Wo:
    WIFI Wels Dr.-Koss-Straße 4 4600 Wels

    Wann:
    18.09.2026 - 18.09.2026

  • 4 überfachliche berufliche Kompetenzen
  • Bereitschaft zur Schichtarbeit
  • Guter Geruchssinn
  • Guter Geschmackssinn
  • Reinlichkeit
  • 12 In Inseraten gefragte berufliche Kompetenzen
  • Schichtarbeit
  • Bereitschaft zur Schichtarbeit
  • Abfüllung von Getränken
  • Arbeit nach Lebensmittel-Rezepturen
  • Bierbrauen
  • Filtration von Lebensmitteln
  • Fruchtsaftherstellung
  • Gärungstechnologie
  • Hygienemanagement in der Lebensmittelproduktion und -verarbeitung
  • Maschinen- und Anlagenreinigung
  • Reparatur und Service von Maschinen und Anlagen
  • Technische Überwachung von Maschinen und Anlagen
Eine Brautechniker füllt in einem Labor Flüssigkeiten in Flaschen ab.
© AMS / Chloe Potter
Ein Brautechniker misst mit einem Maßband die Höhe eines Metallbehälters in einer Brauerei.
© AMS / Chloe Potter
Ein Brautechniker überwacht und steuert industrielle Brauprozesse an mehreren Computern.
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Ein Brautechniker arbeitet an einer Brauerei-Anlage und bedient ein Steuerungselement.
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Die Braugetränketechniker zapft eine Flüssigkeit aus einem großen Behälter in einen Messbecher.
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Ein Brau- und Getränketechniker arbeitet in einer Brauerei und reinigt eine Leitung.
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Ein Brau- und Getränketechniker arbeitet in einer Brauerei und bedient eine Anlage zum Brauen.
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Ein Brautechniker führt eine chemische Analyse durch, indem er Bier in einem Labor erhitzt.
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Ein Brautechniker arbeitet in einem Labor in der Qualitätskontrolle von Bier.
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Ein Brautechniker schaut durch ein Mikroskop und führt womöglich eine Analyse durch.
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