Gesundheitspsychologe/-psychologin

Berufsbereiche: Soziales, Gesundheit, Schönheitspflege / Wissenschaft, Bildung, Forschung und Entwicklung
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
∅ Einstiegsgehalt: € 2.740,- bis € 2.900,- *
* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Hinweis

Dieser Beruf kann nur ausgeübt werden, wenn die gesetzlich vorgeschriebene Ausbildung abgeschlossen wurde. Auch die beruflichen Tätigkeiten orientieren sich an den gesetzlich vorgegebenen Inhalten der Ausbildung. Darüber hinaus ist für die Ausübung dieses Berufs die Eintragung in die Liste der Gesundheitspsychologinnen und Gesundheitspsychologen erforderlich.

Berufsbeschreibung

Die Gesundheitspsychologie ist ein Teilgebiet der Psychologie und hat das Ziel, die psychische, physische und soziale Gesundheit von Menschen zu erhalten und zu fördern.

GesundheitspsychologInnen beraten Menschen, wie sie ihre Gesundheit verbessern und Krankheiten vorbeugen können, z.B. hinsichtlich Bewegung und Lebensstilfaktoren. Zudem erarbeiten sie Strategien und Vorschläge, wie die gesundheitliche Versorgung systematisch verbessert werden kann und sie entwickeln gesundheitsfördernde Maßnahmen für Einzelpersonen oder ganze Gruppen.

GesundheitspsychologInnen erstellen eine Diagnose und darauf aufbauend einen individuellen Therapie- und Behandlungsplan. Sie unterstützen ihre KlientInnen beispielsweise dabei, einen gesünderen Lebensstil zu erlangen, indem sie Stress reduzieren, sich mehr bewegen, sich gesünder ernähren oder sich das Rauchen abgewöhnen. GesundheitspsychologInnen erstellen Befunde und Gutachten und führen schriftliche Dokumentationen über die Gespräche mit ihren KlientInnen.

Typische Tätigkeiten sind z.B.:

  • Menschen bei der Verbesserung ihrer Gesundheit beraten und unterstützen
  • Gesundheitsfördernde Strategien und Maßnahmen für Einzelpersonen oder Gruppen entwickeln
  • KlientInnen unterstützen, z.B. Stress zu reduzieren und sich gesünder zu ernähren
  • Befunde und Gutachten erstellen
  • Schriftliche Dokumentationen führen
  • ab 14.10.2022
    Präsenzphase Modul 1: Einführung in das Resilienzkonzept In diesem einführenden Modul erhalten Sie ein umfangreiches theoretisches Wissen rund um die Themen Resilienz und Stress sowie über die Modelle, Säulen und Faktoren der Bewältigungsfähigkeit hinsichtlich Belastungen und Krisen. Sie gewinnen einen ersten fachlichen Überblick und entwickeln ein sensibilisiertes Bewusstsein für das Resilienzkonzept. Grundlagen der Stress- und Burnout-Thematik Ursachen und Symptomatik von Stress und Burnout Fakten, Zahlen und Statistiken - der ökonomische Faktor Ansätze der Burnout-Prävention Resilienz: Begriffsklärung, Bedeutung, Resilienzforschung Resilienzmodell und -faktoren Anwendungsmöglichkeiten in der Beratungspraxis Verwandte Konzepte (Salutogenese, Positive Psychologie,..) Formierung der Peergruppen Besprechen der Selbstlernphase und der Gestaltung der Diplomarbeit Modul 2: Führung und Steuerung von Gesprächen Für die Begleitung von Menschen durch (Veränderungs-)Prozesse bedarf es umfassender Kompetenzen. In diesem Modul lernen Sie die Grundlagen kennen, um Beratungskompetenz aufzubauen. Grundlagen der Kommunikation und Gesprächsführung Ablauf und Phasen von Beratungsgesprächen (roter Faden) Fragetechniken (systemische Fragen, lösungs- und zielorientierte Fragen) Gesprächstechniken Erstgespräch Reflexion der eigenen Gesprächsführungskompetenzen Beziehungskompetenz als Schlüsselfaktor zur Burnout-Prävention Modul 3: Resilienz in sozialen und beruflichen Systemen Resiliente Menschen zeichnen sich durch klar beschreibbare Persönlichkeitseigenschaften aus. In diesem Modul wird, ausgehen vom Individuum, Resilienz in unterschiedlichen Systemen betrachtet. Was macht Widerstands- und Anpassungsfähigkeit aus? Wie kann die Entwicklung von Resilienz in den unterschiedlichen Systemen gefördert werden? Diese Thematik steht im Zentrum dieses Moduls. Zusammenhang zwischen Persönlichkeit und Widerstandsfähigkeit Miteinander stärker - unterstützende Systeme Resilienz in Partnerschaft und Familie Anpassungsfähigkeit von Systemen und Organisationen an Veränderungen Schlüsselfaktoren von Führungskräften Resilienzförderung im Team und bei MitarbeiterInnen Modul 4: Krisenbewältigung Krisen bedeuten sowohl Bedrohung als auch die Chance, neue Entwicklungen zu erkennen und zu nutzen. Krisenintervention gehört auch zum Handwerkszeug von Coaches. In diesem Modul lernen Sie verschiedene Arten von Krisen kennen, deren Verlaufsformen und Interventionsmöglichkeiten. Definition Krise Arten von Krisen Entstehung von Krisen Symptome Krisenintervention (alle Maßnahmen zur Erfassung, Begleitung und Bewältigung kritischer Situationen) Krisen - Diagnose Schritte der Krisenintervention Vorbereitende Fragen für Krisenhelfer/innen Allgemeine Prinzipien der Krisenintervention Der Bewältigungsprozess Suizidalität Begriffsbestimmungen Einschätzung und Prognose der Suizidalität Stadien Zeichen Risikogruppen Das präsuizidale Syndrom Suizidversuche Psychoanalyse der Suizidalität Intervention bei suizidalen Krisen Modul 5: Mentale und emotionale Stabilität Dass Emotionen unsere Wahrnehmungen und somit auch unsere Alltagserfahrungen mitbestimmen, ist mittlerweile unbestritten. Dieses Modul beschäftigt sich mit der Entstehung von Emotionen und den Möglichkeiten, sie zu beeinflussen, um sie zielorientiert zum eigenen Vorteil einsetzen zu können. Entstehung von Emotionen Emotionale Wahrnehmung Umgang mit und Auflösung negativer emotionaler Zustände, Bearbeitung innerer Konflikte Veränderung von Glaubenssätzen und Denkmustern Methoden zur Veränderung von Denkmustern und inneren emotionalen Zuständen Modul 6: Achtsamkeits- und Resilienzförderung Wer sich selbst wieder wahrnimmt und wertschätzt, der achtet auch auf seine Bedürfnisse, agiert entsprechend seinen Werten und schützt sich dadurch auf ganz natürliche Art vor Überlastungsfolgen. In diesem Modul lernen Sie Methoden zur Erhöhung von Selbstwert, Achtsamkeit, Resilienz und Selbstverantwortung kennen. Selbstwert und selbstbewusste Lebensführung Prinzip der Selbstverantwortung Achtsamkeit und Selbstmitgefühl Resilienzmodell Psychohygiene Methoden zur Erhöhung von Selbstwert, Achtsamkeit, Resilienz und Selbstverantwortung Modul 7: Interventionstechniken Ein guter Coach zeichnet sich durch einen umfangreichen Werkzeugkoffer aus, aus dem er/sie situations- und personenbezogen auswählen kann. Lösungs- und kontextorientierte Begleitung von Menschen gelingt am besten mit entsprechenden praxiserprobten Methoden. Dieses Modul dient zum Sammeln und Vertiefen der bereits in den vorangegangenen Modulen vorgestellten Werkzeuge. Interventionstechniken für die Begleitung von Menschen Modul 8: Abschluss In diesem Modul nehmen Sie den letzten Schritt, der Sie noch von Ihrem bfi-Diplom trennt, in Angriff. Sie präsentieren Ihre Diplomarbeit und bekommen somit die Möglichkeit, Ihre erworbenen Fähigkeiten und Kenntnisse vor der Gruppe zu demonstrieren und sich wertvolles Feedback Ihrer FachkollegInnen und Ihrer Ausbilderinnen zu holen. Präsentation der Abschlussarbeit Diskussion und Fachgespräch Die Selbstlernphase besteht aus unterschiedlichen Aufgaben, die zwischen den Lehrgangsmodulen von den TeilnehmerInnen zu bearbeiten sind. Insbesondere sind dies: Peergruppentreffen zu Reflexions- und Übungszwecken (5 Treffen à 4 Unterrichtseinheiten) Literaturrecherche und Präsentation Selbsterfahrung, Übungsprotokolle zur Dokumentation von Selbsterfahrung und -reflexion (5 Protokolle) Verfassen der Diplomarbeit (Dauer individuell unterschiedlich) Ausbildungsleitung MMag. Petra Ruprechter-Grofe Klinische- und Gesundheitspsychologin, Arbeitspsychologin, Diplompädagogin, Dipl. Trainerin für Erwachsenenbildung, Tabakentwöhnungstherapeutin, selbständig tätig als Psychologin und Trainerin in den Bereichen Work-Life-Balance, Burnout, Resilienz, Stressbewältigung und -prävention, Zeit- und Selbstmanagement, Entspannung, Tabakentwöhnung, Evaluierung und Analyse arbeitsbedingter psychischer Belastungen, Vereinbarkeit von Beruf und Familie; Autorin des Ratgebers 'Mütter im Spagat zwischen Beruf und Familie - So finden Sie Ihre Balance'. TrainerInnen Mag. Dr. Brigitte Huszár-Herranhof Klinische Psychologin, Gesundheitspsychologin, Gerontopsychologin, Dr. der Medizinischen Wissenschaften, Klinische Psychologin im LKH Weiz, selbstständige Tätigkeit als klinische Psychologin in der Allgemeinen psychologischen Familienberatung in Graz (Schwerpunkte: Paarberatungen, Burnout, Depressionen, Bipolare Störungen, Angststörungen, psychosomatische Erkrankungen, Trauerverarbeitung, Persönlichkeitsstörungen), Vortrags- und Seminartätigkeit im gesundheitspsychologischen Bereich Mag. Thomas Kayer Trainer, Berater und Dozent in der Wirtschaft und an Hochschulen; Gründer und Gesellschafter der help2perform OG mit den Schwerpunkten Sportpsychologie, Arbeitspsychologie und Statistik; Vorstandsmitglied im Österreichischen Bundesnetzwerk Sportpsychologie Dr. Roman Sander Klinischer-, Gesundheits- und Arbeitspsychologe, selbstständig in freier Praxis tätig bzw. mit unterschiedlichen KooperationspartnerInnen: Magistrat Wels, AMZ Arbeitsmedizinisches Zentrum Kapfenberg, STGKK, VIVD Landessuchtpräventionsstelle Steiermark, Berufsverband der Österreichischen PsychologInnen (Projekt fit2work), FARO GmbH Gleisdorf, etc. Arbeitsschwerpunkte: selbstständige Tätigkeit als Klinischer- und Gesundheitspsychologe (Schwerpunkte: Stress, Burnout Resilienz, Sucht und Abhängigkeit), Arbeitsplatzevaluierungen gemäß ASchG, Beratungen und Trainings (z. B. Führungskräfteentwicklung, Kommunikation, Motivational Interviewing) Mag. Dr. Alexandra Zesar-Eder Diplom- und Doktoratsstudium der Pädagogik mit Schwerpunkt Erwachsenenbildung und Gesundheitswissenschaften, seit 1996 als selbstständige Trainerin im Bereich der Persönlichkeitsbildung und Gesundheitsförderung tätig, mehrjährige Berufspraxis als diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester, langjährige Berufserfahrungen als diplomierter Systemischer Coach
    Ziele:
    In dieser Diplomausbildung lernen Sie die Möglichkeiten und Methoden kennen, um andere Menschen in Bezug auf veränderte bzw. erschwerte Lebenssituationen sowie Krisensituationen zu coachen und die Entwicklung einer psychischen Widerstandskraft gegenüber diesen Belastungen zu unterstützen. Sie lernen fundierte Methoden kennen, um die Ursachen von Beanspruchungen des Lebensalltags zu erkennen und zu analysieren. Mit Ihrem umfangreichen Wissen spezialisieren Sie sich als Coach für die Bewältigungsstrategien und Stärkung der Widerstandskraft, um Seminare und Vorträge zu diesen spannenden Themen zu halten bzw. dieses Wissen im Unternehmen an Ihre Kollegen/innen weiterzugeben. Langfristige Krankenstände können damit verkürzt oder sogar verhindert werden. Neben all den Methoden, die Sie lernen, werfen Sie aber auch einen Blick auf Ihre eigenen Bedürfnisse und Ressourcen und entwickeln für sich selbst Konzepte, um eine Förderung der Widerstandskraft zu bewirken. Auf diesem Weg setzen Sie sich intensiv mit der eigenen Person und den individuellen Prioritäten auseinander. Nach Abschluss des Lehrganges können Sie in den verschiedensten Bereichen arbeiten. Bezüglich der Tätigkeitsbereiche und gewerberechtlichen Bestimmungen beraten wir Sie gerne bei der Informationsveranstaltung.
    Zielgruppe:
    alle am Thema interessierten Personen und Personen aus beratenden Berufen, wie Lebens- und SozialberaterInnen, PsychologInnen, Coaches, TrainerInnen, PädagogInnen, EnergetikerInnen, Gesundheitsbeauftragte aus Unternehmen, PersonalentwicklerInnen, BetriebsrätInnen
    Voraussetzungen:
    abgeschlossene bzw. fortgeschrittene Berufs- und/oder (Hoch-)Schulausbildung; Teilnahme an der Informationsveranstaltung bzw. persönliches Informationsgespräch

    Institut:
    bfi Berufsförderungsinstitut Steiermark

    Wo:
    Bildungszentrum Graz West

    Wann:
    14.10.2022 - 17.06.2023

  • 8 überfachliche berufliche Kompetenzen
  • 1
    • Bereitschaft zu Selbstreflexion
  • Beobachtungsgabe
  • Diskretion
  • Hohes Einfühlungsvermögen
  • 1
    • Sprachliche Ausdrucksfähigkeit
  • Kontaktfreude
  • Psychische Belastbarkeit
  • 1
    • Interdisziplinäre Zusammenarbeit
  • 11 In Inseraten gefragte berufliche Kompetenzen
  • Betreuung von Jugendlichen
  • Entspannungstechniken
  • Gesundheitspsychologische Behandlung
  • Gesundheitspsychologische Beratung
  • Klinisch-psychologische Behandlung
  • Klinisch-psychologische Beratung
  • Neuropsychologie
  • Pädagogische Psychologie
  • Psychodiagnostik
  • Psychologische Krisenintervention
  • Psychosoziale Beratung