UmweltchemikerIn

Berufsbereiche: Chemie, Kunststoffe, Rohstoffe und Bergbau / Wissenschaft, Forschung und Entwicklung
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
∅ Einstiegsgehalt: € 2.280,- bis € 2.590,- * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Berufsbeschreibung

UmweltchemikerInnen beschäftigen sich mit der Steuerung, Überwachung und Kontrolle und Analyse von Emissionen (Auswirkungen) und Immissionen (Einwirkungen).

Emissionen sind hier Schadstoffe aus giftigen, gesundheitsschädlichen oder umweltgefährdenden chemischen Stoffen oder elektromagnetische Wellen. Immission bedeutet die (negative) Einwirkung auf Pflanzen, Tiere und Menschen sowie Gebäude.

UmweltchemikerInnen erstellen Analysen über die chemische Zusammensetzung und Menge der Schadstoffe. Sie bestimmen durch qualitative und quantitative Analysen die chemische und physikalische Zusammensetzung sowie die Eigenschaften von Schadstoffen. Sie arbeiten auch an der Verbesserung der analytischen Verfahren mit, wie z.B. Spektralanalyse und Umweltanalytik durch Chromatografie*.

Sie versuchen Voraussagen zu treffen, wie Umweltschadstoffe entstehen, sich in der Umwelt verbreiten und verändern und wie diese auf Ökosysteme wirken. Im Bereich der Schadstoffmessung untersuchen und überwachen sie die Einhaltung von gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerten in Luft, Wasser und Boden.

Typische Aufgaben sind z.B.:

  • Emissionswerte messen
  • Schadstoffe analysieren
  • Mess- und Untersuchungsdaten auswerten
  • Auswirkungen auf die Umwelt messen
  • Versuchsabläufe planen und dokumentieren
  • Grenzwerte für Verunreinigungen von Luft, Wasser und Boden kontrollieren
  • Forschungsergebnisse auf Konferenzen und Fachtagungen vortragen

 

Siehe auch den Kernberuf ChemikerIn.

 

*Spektralanalyse: Sammelbezeichnung für Verfahren zur Zerlegung und Auswertung von Spektren um die Zusammensetzung einer Probe zu ermitteln.

Die wichtigsten chromatografischen Methoden sind die Papier-, Dünnschicht-, Säulen- und Gaschromatografie. Sie dienen zur Trennung von Stoffgemischen für Analysezwecke. Moderne chromatografische Analysenmethoden nutzt man zum Nachweis kleinster Stoffmengen z.B. in der Dopinganalytik und Kriminalistik.

  • 7 überfachliche berufliche Kompetenzen
  • Analytische Fähigkeiten
  • Reisebereitschaft
  • Selbstständige Arbeitsweise
  • Systematische Arbeitsweise
  • Technisches Verständnis
  • Zahlenverständnis
  • 1
    • Genauigkeit
  • 14 In Inseraten gefragte berufliche Kompetenzen
  • Abfallanalyse
  • Abwasseranalyse
  • Betrieblicher Umweltschutz
  • Chemische Verfahrenstechnik
  • Emissionsmessung
  • Energieausweis
  • Entsorgungs- und Deponietechnik
  • Lärmbelastungsmessung
  • Luftgütemessung
  • Öko-Auditing
  • Recyclingtechnik
  • Umweltchemie
  • Umweltconsulting
  • Umweltmesstechnik