KatastrophenmanagerIn

Berufsbereiche: Büro, Marketing, Finanz, Recht, Sicherheit
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
∅ Einstiegsgehalt: € 2.470,- bis € 2.950,- *
* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Berufsbeschreibung

KatastrophenmanagerInnen befassen sich damit, spezifische Risiken beherrschbarer zu machen und Schäden zu verhindern oder zu minimieren. Im Rahmen internationaler Hilfseinsätze leiten sie als Brigadiere (höhere Offiziere) des Bundesheeres die dazu nötigen Koordinationsstellen.

Im Bereich Katastrophenvorsorge und Katastrophenmanagement greifen sie (auch international) unterstützend bei Bürgerkriegen, Terrorismus, Piraterie und Epidemien ein. Sie helfen auch bei der Bewältigung von Großschadenereignissen, wie etwa Schiffshavarien, Kraftwerksstörfälle oder Lebensmittelskandale.

Sie leiten logistische Soforthilfe bei und nach Krisen und Katastrophen ein. Es geht darum, die Versorgungskette beim Transport von Hilfsgütern zu managen und Akut-Interventionen (Notfallbehandlung) für Betroffene einzuleiten. Bei Natur- und Umweltkatastrophen wie Erdbeben, Lawinenabgängen und Überschwemmungen koordinieren sie den Einsatz von Hilfs- und Rettungsmaßnahmen.

Die Tätigkeit im Katastrophenmanagement setzt unterschiedlichste Kompetenzen voraus. Schwerpunkte liegen dabei immer in der Risikoanalyse, Risikokommunikation, Public Health und Katastrophenpsychologie.

Zudem wirken KatastrophenmanagerInnen beratend und planend bei der Entwicklung von Frühwarnsystemen (Risikomodellierung und -simulation) und satellitengestützten Krisen-Informationssystemen mit.

Siehe im Unterschied dazu Risk-ManagerIn (im Unternehmen) und RettungsmanagerIn.

  • Der Lehrgang MBA Risiko- und Krisenmanagement vermittelt eine fundierte akademische Ausbildung an der Schnittstelle Risiko, Krisen, Katastrophen und Sicherheitsmanagement als gesamtgesellschaftliche Gestaltungsaufgabe im Wandel. Fallstudien verbinden konzeptionelle, theoretische und methodische Kenntnisse mit Praxisbeispielen, um innovative Handlungskompetenzen zu entwickeln. Der Lehrgang deckt multidisziplinäre Themenbereiche und Problemfelder ab, deren Kenntnis und kritische Reflexion für erfolgreiches Risikomanagement und wirksame Krisenvorsorge erforderlich sind bspw. Krisenkommunikation für die Bewältigung von Krisensituationen. • Absolvent*innen kennen die Aufgabenfelder des nationalen, europäischen und globalen Risiko- und Krisenmanagements im Rahmen von Sicherheitsherausforderungen für Unternehmen. • Sie sind darauf vorbereitet, Führungsaufgaben in einem Unternehmen oder einer Organisation im Bereich des Sicherheits-, Risiko-, Krisen- oder Katastrophenmanagements zu übernehmen. • Sie sind sich der hohen Bedeutung der „Safety“-Kultur einer Organisation und des Stellenwerts von Rollen und deren Wirkung im Unternehmen bewusst. • Sie erwerben Fachwissen und Schlüsselkompetenzen in Themenfeldern wie Unternehmenssicherheit und kommunale Sicherheit, multidisziplinäre Grundlagen des Risiko- und Sicherheitsmanagements, integriertes Risiko- und Sicherheitsmanagement, umfassender Ansatz der Kommunikation im Risiko- und Krisenmanagement. • Sie können Wissen aus unterschiedlichen Disziplinen erfassen und in einen multi-disziplinären Zusammenhang stellen. • Sie kennen die Grundlagen der Risikoanalyse und können diese fall- und situationsbezogen anwenden. • Sie verstehen die Bedeutung risikobewertungs- und -managementbezogener Handlungsfelder in Organisationen und kennen aktuelle Herausforderungen des Krisenmanagements im Rahmen globalisierungs- und krisenbedingten Wandels in Unternehmens- und Führungskulturen. • Sie sind in der Lage, in heterogenen Teams zu arbeiten und Führungsaufgaben wahrzunehmen. • Absolvent*innen haben ein umfassendes Verständnis einschlägiger Methoden, Erfolgsfaktoren und Hindernisse effektiven und effizienten Managements von Organisations- und Unternehmensrisiken und -krisen. • Sie verstehen ethische, rechtliche, soziale und kulturelle Aspekte, Anforderungen und Herausforderungen („ethical, legal, and social issues“ – ELSI) und beherrschen Ansätze, um ELSI-bezogene Konflikte und Dilemmata abzumildern. • Sie können die Grundlagen der „Security Economy“ (Aspekte des Risikomanagements: das Verhältnis zwischen der Funktionalität von Wirtschaftsprozessen und Sicherheitsrisiken) beschreiben und anwenden. • Sie beherrschen die Grundsätze des „Business Continuity Management“ (BCM). • Sie kennen Entscheidungsgrundlagen zur Ressourcenallokation im Falle von Unterversorgung und können diese auf Krisenszenarien anwenden. • Sie können Ansätze der Risikobewertung und Modelle des Krisenmanagementzyklus selbstständig auf Fallbeispiele und Szenarien anwenden. • Sie besitzen auf wissenschaftlicher Methodik beruhender praktischer, eigenverantwortlicher Analysefähigkeiten zur Bewältigung von Reformbedarf. • Sie verstehen den umfassenden Ansatz des Krisen- und Katastrophenmanagements und können daraus konkrete Anforderungen sowie innovative Strategien für die Resilienzsteigerung von Unternehmen und Organisationen ableiten. • Sie besitzen Umsetzungskompetenz zwischen der Identifikation von auf kritische Infrastruktur bezogenen Gefährdungen und der Begegnung systemspezifischer Risiken unter Berücksichtigung vorhandener Sicherheitskulturen. • Absolvent*innen sind dazu befähigt, Verwundbarkeitsanalysen kritischer Infrastruktur und Maßnahmenkataloge zur Schließung festgestellter Sicherheitslücken zu erstellen. • Sie verstehen den interdisziplinären Ansatz und diverse Sichtweisen der Öffentlichkeitsarbeit sowie der Presse- und Medienarbeit im Risiko- und Krisenmanagement. • Sie sind zu fachlich versierter Öffentlichkeitsarbeit in der Praxis des Risiko- und Krisenmanagements befähigt. • Sie lernen, praxisorientierte Problemstellungen und Entwicklungen eigenständig und kritisch reflektiert zu bearbeiten sowie komplexe Entscheidungen zu analysieren. • Absolvent*innen sind zu kultursensiblem und fairem Risiko- und Krisenmanagementhandeln in einem vielschichtigen Umfeld befähigt. • Sie kennen die Grundlagen der Risiko- und Krisenkommunikation und sind dazu in der Lage, einen Anwendungsbezug herzustellen. • Sie verfügen über Fachwissen über die EU-Datenschutz-Grundverordnung und die geltenden Datenschutzvorschriften zum Schutz personenbezogener Daten.
    Zielgruppe:
    • Führungskräfte, Nachwuchsführungskräfte und sonstige Entscheidungsträger*innen, die Interesse an einer wissenschaftlich fundierten und zugleich praxisbezogenen Aus-/Weiterbildung im Bereich des Risiko- und Krisenmanagements haben, um sich auf gehobene Managementpositionen vorzubereiten, und die ihre Fähigkeiten weiterentwickeln wollen • Kernzielgruppe sind Personen ab dem mittleren Management, insbesondere Führungskräfte und Führungskräftenachwuchs • Personen in Unternehmen sowie in Organisationen des privaten ebenso wie des öffentlichen Sektors • Personen, die in Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben auf Bundes-, Landes- oder Kommunalebene, in der Privatwirtschaft oder in Freiwilligenorganisationen sowie Nichtregierungsorganisationen tätig sind • Personen, die politische Mandate besitzen oder anderweitig politische Verantwortung tragen. • Personen, die in Blaulichtorganisationen tätig sind • Angehörige der Streitkräfte • Angehörige des Öffentlichen Dienstes auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene • Angehörige humanitärer Hilfsorganisationen • Angehörige von dem Öffentlichen Dienst nahestehenden Einrichtungen (Ämter und Behörden in den Gebietskörperschaften, Kammern, aber auch internationale Organisationen, einschließlich der Institutionen der Europäischen Union) • Sicherheitsmanager*innen/-beauftragte in Konzernen, mittelständischen Unternehmen oder öffentlichen Institutionen • Katastrophenmanager*innen in öffentlichen Institutionen • Personen, die bei sicherheitskritischen Versorgern wie Stromlieferanten oder Flughäfen tätig und für Risikomanagement verantwortlich sind • Personen, die in der Sicherheitswirtschaft tätig sind • Personen, die in Gesundheitsorganisationen wie Krankenhäusern oder in kleinen und mittleren Industrie- oder Dienstleistungs-Unternehmen für präventives Risikomanagement verantwortlich sind oder sich dahingehend weiterbilden/-entwickeln möchten • Personen, die in industriellen Dachverbänden Sicherheitsverantwortung tragen • Personen, die in der Tourismusbranche tätig sind und Verantwortung für Sicherheits-, Risiko-, Krisen- und Katastrophenmanagement tragen oder ihre Kompetenz in diesen Bereichen, auch aufgrund der Erfahrungen mit COVID-19, stärken möchten • Personen, die im Dienstleistungssektor tätig sind und Verantwortung für Sicherheits-, Risiko-, Krisen- und Katastrophenmanagement tragen oder ihre Kompetenz in diesen Bereichen, auch aufgrund der Erfahrungen mit COVID-19, stärken möchten • Personen, die in internationalen Organisationen im Bereich Sicherheits- und Katastrophenmanagement tätig sind • Personen, die unterschiedliche Sicherheitskulturen kennen und einzuschätzen lernen möchten • Angestellte und Führungskräfte, die sich und ihre Teams weiterentwickeln und widerstandfähiger machen möchten • Consultants, welche Unternehmen und Organisationen im Bereich/Kontext des Risiko- und Krisenmanagements beraten möchten • Nachwuchswissenschaftler*innen, die sich in Bezug auf einen Lehr- und/oder Forschungsschwerpunkt in der Sicherheitsforschung (insbesondere Sicherheits-, Risiko-, Krisen- und Katastrophenmanagement) weiterentwickeln möchten • Personen, die in Bildungskarenz ihr Wissen im Bereich Sicherheits-, Risiko-, Krisen- und Katastrophenmanagement erweitern möchten • Personen, die neben einer Vollzeitbeschäftigung zeitlich flexibel studieren und sich auf den nächsten Karrieresprung vorbereiten möchten • Personen, die eine zeit- und ortsunabhängige Weiterbildung bevorzugen • Personen, die sich gerne mithilfe neuer Medien (Internet, Lernvideos, Online Lernmaterialien) weiterbilden möchten und sich selbständig die Lern- und Prüfungszeiten einteilen möchten
    Voraussetzungen:
    Zulassungsvoraussetzung: - Matura bzw. Hochschulreife und fünfjährige Berufspraxis oder Akademischer Lehrgang und dreijährige Berufspraxis; - oder Studienabschluss (Bachelor, etc.); - im Einzelfall, wenn die Aufnahmevoraussetzungen nicht erfüllt sind, kann ein schriftlicher Aufnahmetest und Gespräch an der Fachhochschule erfolgen.

    Institut:
    Wirtschaftsakademie Wien

    Wo:
    Online

  • 8 In Inseraten gefragte berufliche Kompetenzen
  • Managementkenntnisse
  • Controlling und Finanzplanung
  • E-Government
  • Organisationsentwicklung
  • Personalführung
  • Prozessmanagement
  • Veränderungsmanagement
  • Verwaltungsrecht