OrthoptistIn

Berufsbereiche: Gesundheit und Medizin
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
∅ Einstiegsgehalt: € 1.710,- bis € 2.850,- * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Berufsbeschreibung

Die Tätigkeit von OrthoptistInnen bezieht sich auf die Prävention, Diagnostik, Therapie sowie Rehabilitation von Störungen des Einzelauges (Pleoptik) sowie Störungen im Zusammenwirken beider Augen.

Dazu gehören vor allem Störungen des Sehens, Bewegungsstörungen der Augen oder zentrale Sehstörungen, z.B. nach Unfällen und Krankheiten sowie Maßnahmen der Prävention.

Ursachen solcher Störungen entstehen vor allem durch Schielen, Sehschwäche, Doppelbildern, Augenzittern oder Augenmuskellähmungen. OrthoptistInnen betreuen Menschen jeder Altersgruppe, die von zentralen Sehstörungen und Sehbehinderungen nach Unfällen, Operationen oder durch Überlastung (z.B. durch Bildschirmarbeit) betroffen sind.

Sie führen eigenverantwortlich vorbeugende Maßnahmen durch. Die Untersuchung, Befunderhebung und Behandlung von Funktionserkrankungen der Augen erfolgt nach ärztlicher Anordnung.

OrthoptistInnen verordnen bzw. bestimmen Prismen, Okklusionspflaster, sphärische Folien für Brillen, und sorgen für die Adaptierung von Heilbehelfen entsprechend dem Behandlungsverlauf. Im Rahmen der Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen, der Reihenuntersuchungen in Kindergärten, der allgemeinen Vorsorgeuntersuchungen sowie der Arbeitsmedizin übernehmen sie die Beratung und Aufklärung über entsprechende Vorsorgemaßnahmen.

Weiterer Tätigkeitsbereiche sind z.B. die Arbeit mit sehbehinderten Personen aller Altersgruppen in der optischen Rehabilitation, die Kontaktlinsenanpassung, die Assistenz bei Schieloperationen und die Durchführung von elektrophysiologischen Untersuchungen.

OrthoptistInnen kooperieren mit Ärzten/Ärztinnen; daneben oft mit NeuropsychologInnen, Ergo- und PhysiotherapeutInnen, LogopädInnen und SonderpädagogInnen.

Siehe auch den Lehrberuf AugenoptikerIn.

  • 4 überfachliche berufliche Kompetenzen
  • Freundlichkeit
  • Gutes Sehvermögen
  • Hohes Einfühlungsvermögen
  • Kommunikationsstärke
  • 9 In Inseraten gefragte berufliche Kompetenzen
  • Amblyopie
  • Augenbewegungsstörungen
  • Neuroophthalmologie
  • Nystagmus
  • Pleoptik
  • Sehbehindertenberatung
  • Sehschärfebestimmung
  • Strabismustherapie
  • Visuelle Rehabilitation