BioinformatikerIn

Berufsbereiche: Elektrotechnik, Elektronik, Telekommunikation, IT / Wissenschaft, Bildung, Forschung und Entwicklung
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
∅ Einstiegsgehalt: € 2.120,- bis € 2.960,- *
* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Berufsbeschreibung

Bioinformatik ist eine interdisziplinäre wissenschaftliche Disziplin, die sich mit Fragestellungen und Problemfeldern der Biowissenschaften und der Medizin mit Hilfe von Methoden der Informatik beschäftigt. BioinformatikerInnen planen, entwickeln, optimieren und nutzen Algorithmen und Software, um biochemische Prozesse zu simulieren sowie molekularbiologische Daten zu analysieren. Sie wenden verschiedene informatische, biologische und mathematische Methoden zur Beantwortung biologischer und medizinischer Fragestellungen an.

BioinformatikerInnen visualisieren, analysieren und interpretieren verschiedene Daten aus den Bereichen Biotechnologie, Biologie, Biochemie, Medizin, Pharmazie und Genetik für verschiedene Anwendungen. Sie führen z.B. computergestützte Diagnosen von Krankheiten durch, um genetische Ursachen einer Krankheit festzustellen oder die Funktionsweise von Zellen zu erforschen. Weiters führen sie verschiedene Analysen durch, wie z.B. Strukturanalyen von Gen- oder Proteinsequenzen oder DNA-Sequenzierungen zur Analyse des menschlichen Erbguts.

Zudem analysieren und modellieren BioinformatikerInnen Moleküle mit Hilfe von computergestützten Methoden, um z.B. zu untersuchen, über welche Wege Viren den Körper angreifen. Zudem erstellen und verwalten sie spezifische Datenbanken, wie z.B. Proteinstrukturdatenbanken, und befassen sich mit der Dokumentation und Archivierung von biologischen Daten.

Typische Tätigkeiten sind z.B.:

  • Softwaresysteme entwickeln
  • Algorithmen entwerfen
  • Bioinformatische Methoden und Technologien entwickeln und optimieren
  • Proteine, Moleküle, Gene und Zellen untersuchen
  • Sequenzanalysen durchführen
  • Biologische Daten auswerten, modellieren und analysieren
  • Statistische Analysen durchführen und auswerten
  • Computersimulationen durchführen
  • Biologische Datenbanken verwalten und integrieren
  • 2 überfachliche berufliche Kompetenzen
  • Analytische Fähigkeiten
  • Problemlösungsfähigkeit
  • 13 In Inseraten gefragte berufliche Kompetenzen
  • Labormethodenkenntnisse
  • Softwareentwicklungskenntnisse
  • C++
  • Genetik
  • Immunologie
  • Mathematik
  • Mikrobiologie
  • Molekularbiologie
  • Molekulargenetische Analysen
  • Proteomik
  • Simulationssoftware
  • SQL
  • Zellbiologie