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GerberIn

Berufsbereiche: Textil, Mode und Leder
Ausbildungsform: Lehre
Lehrzeit: ∅ Einstiegsgehalt: ab € 1.320,- bis k.A. * Arbeitsmarkttrend: sinkend

Berufsbeschreibung

GerberInnen verarbeiten Großviehhäute (von Rindern) und Kleintierfelle (von Ziegen, Schafen) zu Leder. Dabei werden die Tierhäute durch die Einwirkung von Gerbstoffen in haltbares Leder umgewandelt. Bei der Rotgerbung werden die Häute vorwiegend mit pflanzlichen Gerbstoffen (Rinden, Hölzer, Blätter), bei der Weißgerbung mit mineralischen Gerbstoffen (z.B. Chrom- und Aluminiumsalze) behandelt; die Sämischgerbung erfolgt mit Fetten (meist Fischöl). In der Rotgerbung wird hauptsächlich Leder für Möbel (z.B. Sitzgarnituren, auch Autositze), Schuhe und Riemen hergestellt, in der Weiß- und Sämischgerbung Leder für Bekleidung, Handschuhe, Taschen, Riemen und sonstige Lederwaren.

Die verwendeten Tierhäute werden durch Kontakttrocknung (Heizplatten) oder von den Lieferfirmen oft durch Einsalzen konserviert, neuerdings jedoch häufig auch ohne Vorbehandlung ("grün") angeboten. Der erste Arbeitsschritt ist die "Weiche", bei der die GerberInnen die Häute durch Einwirkung von Wasser einem Reinigungsprozess unterziehen und so in ihren ursprünglichen Quellungszustand versetzen. Hierauf folgt das "Äschern", ein Vorgang, bei dem die GerberInnen unter Zusatz von Chemikalien die Haare der Haut entfernen. Die enthaarten Häute ("Blößen") entfleischen sie mit Messerwalzen und "spalten" sie in Spaltmaschinen, wobei sie den minderwertigen "Fleischspalt" vom ästhetisch anspruchsvolleren "Narbenspalt" (Außenteil der Haut) trennen. Nun waschen sie die Häute um die Enthaarungschemikalien zu entfernen. Danach verwenden sie Beizmittel (eiweißabbauende Enzympräparate) um die restlichen Haar- und Fettreste zu lösen.

Die Umwandlung der Haut in Leder findet während der Gerbung statt.

Die Weiterverarbeitung der Häute erfolgt unterschiedlich, je nachdem welches Verfahren angewandt wird (Rotgerben oder Weiß- und Sämischgerben).

Beim Rotgerben geben die GerberInnen die vorbereiteten Häute in Fässer, fügen die Gerbstofflösung aus Rinden, Blättern, Hölzern und Mineralien hinzu und lassen die Häute in der Gerbstofflösung liegen, damit sich die Gerbstoffe mit der Hautfaser verbinden. Sie verfügen über Kenntnisse der Haut- und Schnittführung, des Nasszurichtens und des Kruponierens.

Bei der Weißgerbung setzen die GerberInnen in einem Fass oder in einer Trommel eine Gerblösung (z.B. Chromsulfat und Soda) an und legen die gereinigten Häute für eine bestimmte Zeit hinein.

Nach der Gerbzeit nehmen die GerberInnen die Häute aus der Gerblösung und pressen an einer Abwalkpresse den Großteil des aufgenommenen Wassers heraus. Anschließend bringen sie die gegerbten Häute mit einer Walzmaschine auf gleichmäßige Dicke. Danach färben und fetten sie die Häute in einem Fass mit Farbstoff- und Fettlösungen. Im Anschluss trocknen sie die Häute durch Kontakttrockung (Heizplatten) oder im Vakuumtrockner durch Einwirken von Temperatur und Vakuum. In der Zurichtabteilung bügeln sie die Häute und färben sie eventuell nochmals. Manchmal versehen sie die Häute durch Prägung mit einem künstlichen Narbenmuster.

Bei Velour- und Nubukleder schleifen die GerberInnen vor der Zurichtung eine Seite des Leders an, damit der für diese Lederarten bezeichnete Samteffekt erzielt wird.

Bei der Durchführung eines Gerbungs-Auftrages beginnen die GerberInnen zunächst mit der Festlegung der Arbeitsschritte, Arbeitsmittel und Arbeitsmethoden und mit der Auswahl, Beschaffung und Überprüfung der erforderlichen Materialien. Auch die Ermittlung des Bedarfs an Chemikalien und Hilfsmitteln sowie an Energie und Wasser gehört zu den Vorbereitungsarbeiten. Sodann führen sie die erforderlichen Arbeiten der Rot- bzw. Weiß- und Sämischgerberei am Haut-, Leder- und Fellmaterial durch, wobei ihr besonderes Augenmerk der Berücksichtigung aller Sicherheits- und Umweltstandards zu gelten hat. Eine wichtige Aufgabe der GerberInnen ist die Vermeidung, Verwertung bzw. Entsorgung der Nebenprodukte und Reststoffe unter Berücksichtigung ökonomischer und ökologischer Gesichtspunkte sowie die laufende Kontrolle der Abluft-, Abfall- und Abwasserbeschaffenheit im Hinblick auf die gesetzlichen Anforderungen. Die GerberInnen führen schließlich die Qualitätskontrolle des fertigen Leders im Hinblick auf physikalische und chemische Eigenschaften durch und erfassen die technischen Daten über den Arbeitsablauf und die Arbeitsergebnisse.

GerberInnen verfügen über Kenntnisse der verschiedenen Färbetechniken (Bürstfärben, Spritz- und Nassfärben, usw.). Sie können Narben abstoßen und die Rohware nach ihrem Verwendungszweck zuordnen.

GerberInnen verarbeiten Großviehhäute (von Rindern) und Kleintierfelle (von Ziegen, Schafen) zu Leder. Dabei werden die Tierhäute durch die Einwirkung von Gerbstoffen in haltbares Leder umgewandelt. Bei der Rotgerbung werden die Häute vorwiegend mit pflanzlichen Gerbstoffen (Rinden, Hölzer, Blätter), bei der Weißgerbung mit mineralischen Gerbstoffen (z.B. Chrom- und Aluminiumsalze) behandelt; die Sämischgerbung erfolgt mit Fetten (meist Fischöl). In der Rotgerbung wird hauptsächlich Leder für Möbel (z.B. Sitzgarnituren, auch Autositze), Schuhe und Riemen hergestellt, in der Weiß- und Sämischgerbung Leder für Bekleidung, Handschuhe, Taschen, Riemen und sonstige Lederwaren.

Die verwendeten Tierhäute werden durch Kontakttrocknung (Heizplatten) oder von den Lieferfirmen oft durch Einsalzen konserviert, neuerdings jedoch häufig auch ohne Vorbehandlung ("grün") angeboten. Der erste Arbeitsschritt ist die "Weiche", bei der die GerberInnen die Häute durch Einwirkung von Wasser einem Reinigungsprozess unterziehen und so in ihren ursprünglichen Quellungszustand versetzen. Hierauf folgt das "Äschern", ein Vorgang, bei dem die GerberInnen unter Zusatz von Chemikalien die Haare der Haut entfernen. Die enthaarten Häute ("Blößen") entfleischen sie mit Messerwalzen und "spalten" sie in Spaltmaschinen, wobei sie den minderwertigen "Fleischspalt" vom ästhetisch anspruchsvolleren "Narbenspalt" (Außenteil der Haut) trennen. Nun waschen sie die Häute um die Enthaarungschemikalien zu entfernen. Danach verwenden sie Beizmittel (eiweißabbauende Enzympräparate) um die restlichen Haar- und Fettreste zu lösen.

Die Umwandlung der Haut in Leder findet während der Gerbung statt.

Die Weiterverarbeitung der Häute erfolgt unterschiedlich, je nachdem welches Verfahren angewandt wird (Rotgerben oder Weiß- und Sämischgerben).

Beim Rotgerben geben die GerberInnen die vorbereiteten Häute in Fässer, fügen die Gerbstofflösung aus Rinden, Blättern, Hölzern und Mineralien hinzu und lassen die Häute in der Gerbstofflösung liegen, damit sich die Gerbstoffe mit der Hautfaser verbinden. Sie verfügen über Kenntnisse der Haut- und Schnittführung, des Nasszurichtens und des Kruponierens.

Bei der Weißgerbung setzen die GerberInnen in einem Fass oder in einer Trommel eine Gerblösung (z.B. Chromsulfat und Soda) an ...

  • 4 überfachliche berufliche Kompetenzen
  • Gutes Sehvermögen
  • Körperliche Belastbarkeit
  • KundInnenorientierung
  • Unempfindlichkeit der Haut
  • 8 In Inseraten gefragte berufliche Kompetenzen
  • Imprägnieren
  • Leder zurichten
  • Medizinische Präparation
  • Qualitätskontrolle
  • Sämischgerbung
  • Wasserwerkstatt
  • Weißgerbung
  • Zoologische Präparation