zu Beruf, Aus- und Weiterbildung
HistorikerIn - Alte Geschichte
Berufsbereiche: Wissenschaft, Bildung, Forschung und EntwicklungAusbildungsform: Uni/FH/PH
Berufsbeschreibung
Der Aufgabenbereich von HistorikerInnen (Alte Geschichte) gleicht zum Teil jenem klassischer ArchäologInnen, auch sie beschäftigen sich vorwiegend mit der antiken Kultur- und Geistesgeschichte des Mittelmeerraumes sowie der angrenzenden Gebiete (von der ägäischen Frühzeit bis zum Ende des römischen Reiches).
Zum Unterschied von ArchäologInnen führen sie aber keine Ausgrabungen durch.
HistorikerInnen beschäftigen sich mit schriftlichem und nichtschriftlichem Quellenmaterial (z.B. Schriftquellen aller Art, Gebrauchsgegenstände, Kunstwerke, Bodenfunde, Siedlungsformen, aber auch Sprache und Erkenntnisse über soziale Organisationsformen).
HistorikerInnen analysieren vorhandene historische Untersuchungen (Sekundärliteratur zu bestimmten Themenbereichen). Ein wichtiger Teil der Arbeit findet in Bibliotheken und Archiven statt, wo sie nach entsprechenden Quellen suchen und diese auswerten. Dazu gehören z.B. Akten, Urkunden, publizistische Materialien, Filme, Tonbandinterviews und Lebenserinnerungen.
HistorikerInnen bedienen sich der historischen Hilfswissenschaften (Genealogie, Diplomatik, Heraldik, Numismatik) sowie der Methoden und Erkenntnisse anderer Disziplinen wie etwa der Anthropologie und Sprachwissenschaft. Zunehmend befassen sie sich auch mit dem kunsthistorischen Bereich.
Hinweis: Die gezeigten Fotos stammen aus einem Berufsfeld und können daher vom beschriebenen Einzelberuf abweichen.
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ab 19.10.2026
Ein Wunder spontaner Organisation. Die Besetzung der Arena im Sommer 1976
Mit der Besetzung des ehemaligen Schlachthofs in St.Marx begann Ende Juni 1976 ein Happening der 100 Tage, das die Stadt aufrüttelte. Von einem Wunder spontaner Organisation sprach der Kulturwissenschaftler und politische Aktivist Dieter Schrage. Für drei Monate entstand hier eine improvisierte Stadt in der Stadt. Neue soziale Bewegungen und subkulturelle Forderungen traten mit der Arena in den Blick der breiten Öffentlichkeit. Zwar wurde das Experiment mit Bulldozern im Oktober 1976 gestoppt, doch es hatte Folgen. Radikal wurden die Verhältnisse infrage gestellt: Wem gehört die Stadt? Wie viel Freiraum hat die Alternativkultur? Werner Michael Schwarz, Historiker, PD, Kurator im Wien Museum; Forschungsschwerpunkte: Stadt-, Film- und Mediengeschichte; Ausstellungen und Publikationen, u. a.: Wien im Film (2010), Besetzt! Kampf um Freiräume seit den 70ern (2012), Mythos Galizien (2015), Das Rote Wien (2019), Die Zerstörung der Demokratie. März 1933 bis Februar 1934 (2023), Pratermuseum neu (2024), Wissen für alle. ISOTYPE – die Bildsprache aus Wien (2025)
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ab 20.10.2026
Mitteleuropa-Ideen von Palacký bis Havel
Mitteleuropa ist kein geographischer Raum, sondern vielmehr ein imaginierter, der Kulturen verbinden und auch postsozialistische Länder stärker an den Westen anbinden soll. Mit dem Konzept Mitteleuropa lassen sich ethnisch-nationale Unterschiede in dieser Region überwinden. In diesem Sinne entwickelten mitteleuropäische Intellektuelle unterschiedliche Konzepte – besonders in der tschechischen Geschichte, vom Historiker František Palacký bis zum Staatspräsidenten Václav Havel. Im Vortrag wird es um die Frage gehen, wo dieses imaginierte Mitteleuropa heute liegt. Dr. Dr. Péter Techet ist promovierter Jurist, Historiker und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für den Donauraum und Mitteleuropa (IDM) in Wien
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ab 28.10.2026
Queere Komponist*innen
Waren Frédéric Chopin oder Franz Schubert schwul? Alleine die Frage bringt Fans der Komponisten in Rage. Dabei gibt es in beider Biografien Hinweise, dass sie Männer begehrten, auch wenn sie nicht im Sinne seiner heutigen Bedeutung als schwul bezeichnet werden können. Anders verhält es sich mit der Liebesbeziehung von Ethel Smyth zu Elisabeth von Herzogenberg, die heute unbestritten ist. Trat doch die in ihrer Zeit hochgeschätzte britische Komponistin offen für Frauenrechte ein und komponierte Musikstücke für die junge Bewegung, wie ihren berühmten March of the Women. Wilma Webenau wird als Komponistin erst in den letzten Jahren wiederentdeckt. Der Schülerin von Arnold Schönberg gelang nie der wirkliche Durchbruch. Verhinderte ihre sexuelle Orientierung eine größere Karriere? Gegenüber der Popmusik ist Queerness in der klassischen Musik selbst heute noch ein tabubesetztes Thema, wie auch jüngere Beispiele zeigen. Mag. Andreas Brunner ist Historiker, Ausstellungskurator, Stadtführer und Aktivist, der seit bald drei Jahrzehnten die queere Geschichte Österreichs erforscht. Seit 2025 ist er wissenschaftlicher Leiter von 'Qwien – Zentrum für queere Kultur und Geschichte' in Wien.
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ab 04.11.2026
Die österreichische Auswanderung nach Brasilien
Dass das heutige Österreich seit langer Zeit ein Einwanderungsland war, ist vielen bekannt; recht unbekannt ist, dass seit Jahrhunderten viele Österreicher*innen aus den unterschiedlichsten Gründen – meist verbunden mit historischen Gegebenheiten – in zahlreicher Form nach Brasilien ausgewandert sind, um sich dort eine (vermeintlich) bessere Existenz aufzubauen. Der Vortrag soll einen ersten kleinen Einblick in die Geschichte Brasiliens unter besonderer Berücksichtigung der österreichischen Einwanderungswellen im Laufe der letzten Jahrhunderte geben. Nicolas Forster ist Historiker, Politologe und Jurist und arbeitet als Prokurist für die größte genealogische Kanzlei Österreichs. Dozent für Wirtschaftsgeschichte an der Sales Manager Academy Bratislava/Slowakei, Lehrbeauftragter für Wirtschaftsgeschichte an der Goethe-Universität Bratislava/Slowakei.
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ab 06.11.2026
Zwischen Abhängigkeit und Autonomie: US-Sicherheitspolitik und Europas strategische Rolle
Die Midterm Elections in den USA werfen wichtige Fragen zur künftigen Ausrichtung der amerikanischen Sicherheitspolitik auf – und zu ihren Folgen für Europa. Wir diskutieren, wie abhängig Europa von den USA ist und wo Chancen für mehr sicherheitspolitische Eigenständigkeit liegen. Im Gespräch geht es um Machtverschiebungen, gemeinsame Interessen und die Frage, wie Europa seine Rolle in einer unsicherer werdenden Welt neu definieren kann. Podiumsgäste: Univ. Prof. Dr. Heinz Gärtner (1951) unterrichtet am Institut für Politikwissenschaft an der Universität Wien. Desweitern erhielt er mehrere Fulbright-Professuren und hatte den österreichischen Lehrstuhl an der Stanford Universität inne. An der Johns Hopkins Universität in Washington DC war er Fellow der Austrian Marshall Plan Foundation. Derzeit leitet er auch den Beirat des International Institute for Peace (IIP) und sitzt dem Strategie- und Sicherheitspolitischen Beirat des Österreichischen Bundesheeres vor. Davor war er wissenschaftlicher Direktor des Österreichisches Instituts für Internationale Politik. Prof. Dr. Gärtner publiziert zu zahlreichen Themen wie internationale Sicherheit, transatlantische Beziehungen, Rüstungskontrolle und mittlerer Osten. Er erhielt den Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch. Das gemeinsam mit Mher D Sahakyan herausgegebene Buch China and Eurasia wurde in der Liste von Macro-Advisory Eurasian Strategic Consulting als eines der am nützlichsten und interessantesten Bücher angeführt. Heinz Gärtner ist Träger des Militär-Verdienstzeichens des österreichischen Bundesheeres. Er publizierte vor allem zu den Themen internationale Sicherheit, nukleare Proliferation und Abrüstung, US-Außenpolitik, Geopolitik, Iran und Mittlerer Osten. Mag.Dr. Erhard Chvojka (Historiker, VHS Wien, Uni Wien) studierte Wirtschafts- und Sozialgeschichte sowie Politikwissenschaft an den Universitäten Wien, München und Cambridge. Als Wissenschaftler und Lehrbeauftragter an den Universitäten Wien und Saarbrücken beschäftigte er sich u.a. mit der Außenpolitik der USA im 20. und frühen 21. Jahrhundert. Derzeit ist er Fachreferent für Politik, Gesellschaft und Kultur sowie für Wirtschaft und Management an den Wiener Volkshochschulen. Moderation: MMag.a Daniela Ecker-Stepp (Bereichsleitung Geschäftsbereich Schule, Direktorin VHS Wiener Urania) Diese Veranstaltung ist Teil des Jahresschwerpunkts 2026: Wirtschaft verstehen – Zukunft gestalten. Alle Kurse und Veranstaltungen dazu finden Sie unter vhs.at/wirtschaft-verstehen
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ab 02.12.2026
Stille Nacht
Stille Nacht, Heilige Nacht ist wohl das weltweit bekannteste Weihnachtslied. Es wurde in mehr als 300 Sprachen und Dialekte übersetzt. Dieses Lied wurde erstmals 1818 gesungen und 1833 in Dresden als Flugblatt unter dem Titel Vier ächte Tirolerlieder gedruckt. Der Vortrag verfolgt anhand von Bild-, Text- und Tonbeispielen den Weg des Liedes vom kleinen Ort Oberndorf in alle Teile der Welt. Mag. Thomas Neunteufel, Studium der Geschichte und Germanistik an der Universität Wien, Historiker und akademischer Bildungsmanager. Seit 1985 an den österreichischen Volkshochschulen als Vortragender tätig, von 2002 bis 2015 Direktor der Volkshochschule Mariahilf. Seit 2015 wissenschaftlicher Mitarbeiter des Österreichischen Volkshochschularchivs.
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ab 27.01.2027
Jugendstil-Architektur in Wien
Einige hundert Gebäude, Denkmäler und Brunnen weisen zumindest Elemente des Jugendstils – oft in seiner Wiener Variante, dem Secessionismus – auf. Die Präsentation zeigt Beispiele aus allen Bezirken, Bekanntes und Verstecktes und ist ein Streifzug durch politische und soziale Geschichte, künstlerische Einflüsse und persönliche Schicksale. Peter Schubert ist Historiker, Fotograf und Ausstellungsgestalter. Er hat über 70 Bücher geschrieben und meist auch fotografiert und zum Thema Jugendstilarchitektur über 50 Ausstellungen im In- und Ausland gestaltet.
Institut:
VHS - Die Wiener VolkshochschulenWo:
VHS-Bildungstelefon Lustkandlgasse 1090 WienWann:
27.01.2027 - 27.01.2027 -
ab 30.03.2027
Wien als Residenz
Symbole der habsburgischen Herrschaft sind in Wien bis heute unübersehbar, war doch die Kaiserstadt für viele Jahrhunderte die Schaltzentrale eines Großreiches. Der Ausbau Wiens zur kaiserlichen Residenz in der Epoche der Frühen Neuzeit hinterließ jedoch nicht nur großartige Bauprojekte, sondern auch Spuren in der sozialen Zusammensetzung der Stadtbewohnerschaft. Der Vortrag behandelt die Rolle des kaiserlichen Hofes bei der Umwandlung Wiens zu einer imperialen Residenzstadt. Martin Mutschlechner ist als Historiker und Kurator in Schloss Schönbrunn tätig. Der Schwerpunkt seiner Tätigkeit liegt auf der Geschichte und Organisation des Wiener Kaiserhofes, der Funktionsgeschichte habsburgischer Residenzbauten sowie der Beschäftigung mit Biografien von Mitgliedern der Dynastie Habsburg bzw. Habsburg-Lothringen. Dieser Vortrag ist Bestandteil des Lehrgangs für Wien-Liebhaber*innen: Die Wienakademie. Konzept: a.o. Univ.-Prof. Dr. Karl Vocelka (i.R.): Die Geschichte der Stadt Wien von den Anfängen bis zur Gegenwart in 4 Semestern. Die Vorlesung kann in Präsenz oder von zu Hause aus besucht werden.
Institut:
VHS - Die Wiener VolkshochschulenWo:
VHS-Bildungstelefon Lustkandlgasse 1090 WienWann:
30.03.2027 - 30.03.2027
Mehr Infos zu Weiterbildungen in der Weiterbildungsdatenbank
- 5 fachliche berufliche Kompetenzen
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4
Kenntnis wissenschaftlicher Arbeitsmethoden
- Projektmanagement im Wissenschafts- und Forschungsbereich
- Verfassen wissenschaftlicher Texte
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Wissenschaftliche Recherche (1)
- Recherche in wissenschaftlichen Bibliotheken
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Forschungsrichtungen (1)
- Künstlerische Forschung
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1
Kulturvermittlungskenntnisse
- Projektmanagement im Kultur- und Medienbereich
-
1
Künstlerische Fachkenntnisse
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Literatur (1)
- Kinder- und Jugendliteratur
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Literatur (1)
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3
Vortrags- und Präsentationskenntnisse
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Abhalten von Vorträgen und Präsentationen (4)
- Abhalten von Konferenzvorträgen
- Abhalten von Kurzvorträgen
- Abhalten von Online-Präsentationen
- Abhalten von Vorlesungen
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Vortrags- und Präsentationstechnik (1)
- Einsatz rhetorischer Stilmittel
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Erstellung von Präsentationsunterlagen (1)
- Erstellung von Handouts
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Abhalten von Vorträgen und Präsentationen (4)
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1
Wissenschaftliches Fachwissen Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften
-
Geistes- und Kulturwissenschaften (2)
- Geschichtswissenschaft
- Kunstgeschichte
-
Geistes- und Kulturwissenschaften (2)
- 3 überfachliche berufliche Kompetenzen
- Analytische Fähigkeiten
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1
Kommunikationsstärke
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Sprachliche Ausdrucksfähigkeit (1)
- Schriftliche Ausdrucksfähigkeit
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Sprachliche Ausdrucksfähigkeit (1)
- Medienkompetenz
- 11 In Inseraten gefragte berufliche Kompetenzen
- Event Management
- Journalistische Fachkenntnisse
- Medienkompetenz
- Archäologie
- Fundraising
- Interviewführung
- Kulturanthropologie
- Kunstgeschichte
- Projektmanagement im Wissenschafts- und Forschungsbereich
- Recherche in Datenbanken
- Verfassen wissenschaftlicher Texte
Hinweis: Die gezeigten Fotos stammen aus einem Berufsfeld und können daher vom beschriebenen Einzelberuf abweichen.



