Archäologe/Archäologin - Ur- und Frühgeschichte

Berufsbereiche: Wissenschaft, Forschung und Entwicklung
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
∅ Einstiegsgehalt: € 2.070,- bis € 2.960,- * Arbeitsmarkttrend: gleichbleibend
* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Berufsbeschreibung

Archäologen/Archäologinnen aus dem Fachbereich Urgeschichte und Historische Archäologie befassen sich mit der Freilegung von archäologischen Fundstätten. Sie führen Ausgrabungen durch und wenden z.B. chemische und geophysikalische Verfahren an.

Sie analysieren gefundene Ausgrabungsobjekte und kategorisieren diese nach Material, Fundort, Inhalt, Funktion und Form. Als Urgeschichte wird die Geschichte der Menschheit vor der Entstehung schriftlicher Zeugnisse bezeichnet.

Als Frühgeschichte wird die darauf folgende Periode bezeichnet. In die Zeit der Frühgeschichte fällt auch die Gründung von Salzburg. In Mitteleuropa reicht die von der Frühgeschichte untersuchte Zeit bis ins Mittelalter. ArchäologInnen, die sich auf diese Perioden spezialisiert haben, arbeiten im Schnittstellenbereich zwischen Archäologie, Paläontologie, Anthropologie und Völkerkunde.

Während der klassischen Archäologie in der Regel umfangreiche und oftmals vollständige Ausgrabungsobjekte zur Verfügung stehen, sind die sie im Bereich Ur- und Frühgeschichte häufig mit schlecht erhaltenen Objekten konfrontiert. Dementsprechend wenden ArchäologInnen für prähistorische Funde spezielle Methoden (z.B. naturwissenschaftliche Verfahren) an. So können sie auch geringfügige Reste früher menschlicher Tätigkeit als Quelle für die Rekonstruktion von Lebensformen und historischen Entwicklungen verwerten.

Arbeitsfelder bieten unter anderem die Keramikforschung und die Stadtarchäologie (z.B. Innsbruck, Hall, Lienz), die Erforschung von Burgen: Ansitze des Hochadels (Hofburg in Innsbruck, Schloß Tirol in Südtirol), Ansitze des niederen Adels Land- (Erpfenstein) und des Dorfadels (Türme in Langkampfen und Volders, Nordtirol).

Siehe auch den Kernberuf Archäologe/Archäologin.

  • 11 In Inseraten gefragte berufliche Kompetenzen
  • Event Management
  • Journalistische Fachkenntnisse
  • Medienkompetenz
  • Archäologie
  • Fundraising
  • Interviewführung
  • Kulturanthropologie
  • Kunstgeschichte
  • Projektmanagement im Wissenschafts- und Forschungsbereich
  • Recherche in Datenbanken
  • Verfassen wissenschaftlicher Texte