VergolderIn und StaffiererIn

Berufsbereiche: Bau, Baunebengewerbe, Holz, Gebäudetechnik / Medien, Grafik, Design, Druck, Kunst, Kunsthandwerk
Ausbildungsform: Lehre
∅ Einstiegsgehalt: ab € 1.810,- bis k.A. * Arbeitsmarkttrend: gleichbleibend
* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Berufsbeschreibung

VergolderInnen und StaffiererInnen belegen Zier-, Gebrauchs- und Einrichtungsgegenstände aus Holz, Metall, Gips, Marmor, Glas oder Kunststoff sowie Fassaden und andere Bauteile an Gebäuden mit Blattgold, Blattsilber, Schlagmetall, Blattaluminium, Blattkupfer oder Bronzepulver. Sie vergolden Rahmen, führen die Neuvergoldungen von Möbeln, Leisten, Lustern, Uhren, Figuren, Kirchenaltären, Kirchturmkreuzen und Turmuhren durch und restaurieren bereits vorhandene Vergoldungen an Antiquitäten und Baudenkmälern. Auch Ausstattungs- und Staffierarbeiten wie z.B. das Bemalen nichtvergoldeter Teile, die Verglasung von Bilderrahmen sowie Buchbinde- und Montagearbeiten gehören zu ihren Aufgaben. Vor dem Vergolden grundieren die VergolderInnen und StaffiererInnen die zu bearbeitenden Flächen, indem sie eine Emulsion aus Kreide und Leim mehrfach auf den Untergrund auftragen. Nach dem Austrocknen des Untergrundes schleifen sie seine Oberfläche und entstauben bzw. entfetten ihn mit Spiritus. Anschließend tragen sie mit einem Pinsel das sogenannte Poliment, eine Mischung aus Tonerde und Eiweiß, als Haftgrund für die Goldschichten auf. Die Vergoldung selbst erfolgt nach verschiedenen Techniken. Bei der "Branntweinvergoldung" belegen die VergolderInnen und StaffiererInnen den mit Branntwein oder einem Spiritus-Wassergemisch benetzten Haftgrund mit Blattgoldplättchen, die sie mit einem Pinsel auftragen. Die Branntweinvergoldung ist an sich matt und wird erst nach der Vergoldung durch Polieren mit einem Achatstein hochglänzend gemacht. Diese Technik wenden die VergolderInnen und StaffiererInnen vor allem für die Vergoldung von Zier- und Einrichtungsgegenständen an. Im Gegensatz dazu wird die sogenannte "einfache Ölvergoldung" nicht poliert, sondern behält ihr halbmattes Aussehen. Da diese Art der Vergoldung feuchtigkeits- und witterungsbeständig ist, wenden die VergolderInnen und StaffiererInnen sie vor allem bei der Außenvergoldung von Fassaden, Kuppeln und Turmuhren an. Bei der Blattmetallvergoldung verwenden die VergolderInnen und StaffiererInnen anstelle von Blattgold nur Blattmaterial (eine Bronzelegierung), das sie in der Technik der Ölvergoldung anbringen. Anschließend wird diese "unechte Vergoldung" mit einem Lack zum Schutz gegen Korrosion überzogen (Korrosion ist eine chemische Veränderung im Oberflächenmaterial fester Körper). Bei der Polierbronzevergoldung bringen die VergolderInnen und StaffiererInnen Bronzepulver, das sie vorher in verschiedenen Tinkturen anmischen, durch Aufspritzen oder durch Verstreichen mit einem Pinsel auf den Haftgrund auf. Die Vergoldung wird dann glänzend poliert. Im Gegensatz zur Polierbronzevergoldung werden bei der einfachen Bronzevergoldung die Gegenstände nicht glänzend poliert, sondern bleiben matt. Bei den Staffierarbeiten behandeln die VergolderInnen und StaffiererInnen sämtliche Oberflächen, also auch die nicht vergoldeten Teile eines Gegenstandes. Sie tragen z.B. auf Goldschichten durchscheinende Farbüberzüge auf ("Lüstrierung"), machen Holzstrukturen durch durchscheinende Lackanstriche sichtbar ("Lasierung"), marmorieren oder bemalen nicht vergoldete Teile von Kirchenfiguren oder Statuen ("Fassmalerei"). Außerdem führen sie sämtliche Endfertigungsarbeiten wie z.B. die Verglasung von Bilderrahmen, das Anbringen von Halte- oder Aufhängevorrichtungen, das Einziehen von elektrischen Drähten und verschiedene Montagearbeiten durch. Bei Restaurierungsarbeiten leisten die VergolderInnen und StaffiererInnen neben den bereits erwähnten Tätigkeiten zusätzliche Vorarbeiten. Sie nehmen alte Anstriche ab, konservieren das Trägermaterial und fertigen fehlende oder beschädigte Teile neu an.

VergolderInnen und StaffiererInnen belegen Zier-, Gebrauchs- und Einrichtungsgegenstände aus Holz, Metall, Gips, Marmor, Glas oder Kunststoff sowie Fassaden und andere Bauteile an Gebäuden mit Blattgold, Blattsilber, Schlagmetall, Blattaluminium, Blattkupfer oder Bronzepulver. Sie vergolden Rahmen, führen die Neuvergoldungen von Möbeln, Leisten, Lustern, Uhren, Figuren, Kirchenaltären, Kirchturmkreuzen und Turmuhren durch und restaurieren bereits vorhandene Vergoldungen an Antiquitäten und Baudenkmälern. Auch Ausstattungs- und Staffierarbeiten wie z.B. das Bemalen nichtvergoldeter Teile, die Verglasung von Bilderrahmen sowie Buchbinde- und Montagearbeiten gehören zu ihren Aufgaben. Vor dem Vergolden grundieren die VergolderInnen und StaffiererInnen die zu bearbeitenden Flächen, indem sie eine Emulsion aus Kreide und Leim mehrfach auf den Untergrund auftragen. Nach dem Austrocknen des Untergrundes schleifen sie seine Oberfläche und entstauben bzw. entfetten ihn mit Spiritus. Anschließend tragen sie mit einem Pinsel das sogenannte Poliment, eine Mischung aus Tonerde und Eiweiß, als Haftgrund für die Goldschichten auf. Die Vergoldung selbst erfolgt nach verschiedenen Techniken. Bei der "Branntweinvergoldung" belegen die VergolderInnen und StaffiererInnen den mit Branntwein oder einem Spiritus-Wassergemisch benetzten Haftgrund mit Blattgoldplättchen, die sie mit einem Pinsel auftragen. Die Branntweinvergoldung ist an sich matt und wird erst nach der Vergoldung durch Polieren mit einem Achatstein hochglänzend gemacht. Diese Technik wenden die VergolderInnen und StaffiererInnen vor allem für die Vergoldung von Zier- und Einrichtungsgegenständen an. Im Gegensatz dazu wird die sogenannte "einfache Ölvergoldung" nicht poliert, sondern behält ihr halbmattes Aussehen. Da diese Art der Vergoldung feuchtigkeits- und witterungsbeständig ist, wenden die VergolderInnen und StaffiererInnen sie vor allem bei der Außenvergoldung von Fassaden, Kuppeln und Turmuhren an. Bei der Blattmetallvergoldung verwenden die VergolderInnen und StaffiererInnen anstelle von Blattgold nur Blattmaterial (eine Bronzelegierung), das sie in der Technik der Ölvergoldung anbringen. Anschließend wird diese "unechte Vergoldung" mit einem Lack zum Schutz gegen Korrosion überzogen …

  • 5 überfachliche berufliche Kompetenzen
  • Ästhetisches Gefühl
  • Auge-Hand-Koordination
  • Besondere Handgeschicklichkeit
  • Trittsicherheit
  • Unempfindlichkeit der Haut
  • 13 In Inseraten gefragte berufliche Kompetenzen
  • Bausanierungskenntnisse
  • Innenausbaukenntnisse
  • Kunsthandwerkskenntnisse
  • Auf- und Abbau von Arbeitsgerüsten
  • Beschichtungstechnik
  • Entrosten
  • Handhabung von Spritzpistolen und Aggregaten
  • Kalkulation
  • Renovierung von Fassaden
  • Schleiftechnik
  • Staffieren (Kunsthandwerk)
  • Verspachteln
  • Vollwärmeschutz anbringen