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TextilchemikerIn

Berufsbereiche: Textil, Mode und Leder
Ausbildungsform: Lehre
Lehrzeit: 3 1/2 Jahre ∅ Einstiegsgehalt: € 1.370,- bis € 1.620,- * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Berufsbeschreibung

TextilchemikerInnen bleichen, färben und appretieren textile Rohmaterialien. Durch diese verschiedenen Verfahren der Textilverarbeitung erhalten pflanzliche, tierische oder synthetische textile Rohmaterialien die für den speziellen Verwendungszweck (z.B. Bodenbeläge, technische Textilien, Bekleidungsstoffe) geforderten Eigenschaften (z.B. Waschechtheit, Knitterfestigkeit) sowie das gewünschte Aussehen (Farbe, Oberflächenstruktur). Die Textilien veredeln sie entweder in unversponnenem Zustand (als Flocke), als Garn oder als Gewebe (Web-, Strick- und Wirkwaren).

Die Aufgaben der TextilchemikerInnen werden in zwei Abteilungen, der Färbeabteilung und der Appreturabteilung, ausgeführt. Die Färbeabteilung umfasst den Bereich der Vorbehandlung und Färbung von Rohtextilien; die Appreturabteilung das Appretieren (= mechanische oder chemische Behandlung von Geweben zur Erzielung von Glätte, Glanz, größerer Festigkeit u.ä.) von Rohtextilien.

In der Färberei färben die TextilchemikerInnen naturfarbene bzw. gebleichte Stoffe in Färbemaschinen ein. Dabei wenden sie verschiedene Färbeverfahren an. Grundsätzlich ist zwischen dem Auszieh- und dem Foulardverfahren zu unterscheiden. Beim Ausziehverfahren ziehen sie den zu färbenden Stoff durch eine wässrige Farbstofflösung, beim Foulardverfahren tragen sie die Farbstofflösung mit Walzen auf die Stoffoberfläche auf. Die Farbe fixieren sie anschließend durch Dampf, Hitze und Chemikalien in den Fasern.

Auf einer Laufkarte sind alle für die Färbung notwendigen Informationen, wie der gewünschte Farbton, das anzuwendende Färbeverfahren und das Farbrezept verzeichnet. Entsprechend diesen Angaben stellen die TextilchemikerInnen aus Farbstoffen und anderen chemischen Zusätzen eine Farblösung her, füllen diese in den Behälter der Färbemaschine und erhitzen sie. Sie ziehen die Stoffbahn, die auf einen Holzdorn aufgewickelt ist, in die Färbemaschine ein. Nun durchläuft der Stoff mehrmals die Farbstofflösung. Die TextilchemikerInnen überwachen den Färbevorgang und fügen der Farbstofflösung eventuell noch Farbstoffe hinzu. Nach der Färbung spülen sie den Stoff ab, rollen ihn wieder auf den Holzdorn auf und leiten ihn zur Appretur und Trocknung weiter.

In der Appreturabteilung führen die TextilchemikerInnen oberflächenverändernde und Eigenschaften beeinflussende Ausrüstungsarbeiten durch. Beim Appretieren bringen sie eine Appreturlösung (Chemikalien) auf den Stoff auf, die den "Griff" des Gewebes verändert, sodass der Stoff je nach Wunsch entweder weicher und schmiegsamer oder kräftiger und steifer wird.

Die TextilchemikerInnen arbeiten an zwei verschiedenen Maschinen, die hintereinander angeordnet sind. Die Stoffbahn läuft dabei zuerst durch den "Foulard" (= Maschine mit Walzensystem), in dem die Appretur aufgetragen wird, und danach in den Spannrahmen, wo die Trocknung erfolgt. Dadurch werden Appretieren und Trocknen in einem Arbeitsgang durchgeführt. Die TextilchemikerInnen mischen die Appreturlösung, füllen die Mischung in den Appreturtank des "Foulards" und ziehen den Spannrahmen auf die gewünschte Spannbreite. Dann lassen sie den Stoff bis zum Spannrahmen vorlaufen und befestigen die Stoffbahn an den Befestigungsvorrichtungen des Spannrahmens. Nun heizen sie die Trockenanlage des Spannrahmens auf und schalten das Antriebswerk von "Foulard" und Spannrahmen ein. Sie kontrollieren laufend diesen Vorgang und füllen - falls erforderlich - Appreturlösung nach. Schließlich, nach der Trocknung, rollen sie den Stoff wieder auf den Holzdorn auf und leiten den Stoff in die Endkontrolle weiter.

Es gibt auch Spezialappreturen, wie z.B. eine schmutzabweisende Ausrüstung, eine "Pflegeleichtausrüstung", die das Bügeln des Stoffes erleichtert, oder eine flammhemmende Ausrüstung (z.B. für Brandschutzanzüge). Stoffe für wetterfeste Oberbekleidung, Wassersportartikel, Zelte u.a. werden von den TextilchemikerInnen imprägniert bzw. beschichtet, um sie wasserundurchlässig zu machen. Beim Imprägnieren durchtränken sie den Stoff mit bestimmten Chemikalien, beim Beschichten schmelzen sie eine Kunststoffmasse auf die Stoffoberfläche auf.

Um eine samtartige Oberfläche zu erzielen, müssen die TextilchemikerInnen den Stoff in einer Aufraumaschine aufrauen. Je nach Raustärke lassen sich mit dieser Methode von Flanellstoffen bis zu Plüschstoffen ganz unterschiedliche Stofftypen herstellen.

Beim "Kalandern" führen die TextilchemikerInnen die Stoffbahn durch zwei Metallwalzen, von denen eine beheizt ist. Durch den Druck und die Hitze wird der Stoff glatt, glänzend und geschmeidig. Beim "Gouffrieren" prägen die TextilchemikerInnen auf die Stoffoberfläche eine Musterung auf. Dabei tränken sie den Stoff in Kunstharz und bringen in einem Prägekalander mit gravierten Walzen unter Druck und Hitze das Muster auf.

Nach den Veredlungsverfahren wird der Stoff getrocknet. Die TextilchemikerInnen spannen den Stoff auf die benötigte Länge und Breite in einen Spannrahmen der Trockenanlage ein, heizen die Anlage auf und kühlen sie langsam ab. Dadurch wird der Stoff in der gewünschten Größe fixiert und erhält seine Formbeständigkeit.

Wegen der arbeitsteiligen Organisation der Betriebe sind die TextilchemikerInnen üblicherweise nur auf einen Teilbereich der Textilveredlung spezialisiert.

TextilchemikerInnen bleichen, färben und appretieren textile Rohmaterialien. Durch diese verschiedenen Verfahren der Textilverarbeitung erhalten pflanzliche, tierische oder synthetische textile Rohmaterialien die für den speziellen Verwendungszweck (z.B. Bodenbeläge, technische Textilien, Bekleidungsstoffe) geforderten Eigenschaften (z.B. Waschechtheit, Knitterfestigkeit) sowie das gewünschte Aussehen (Farbe, Oberflächenstruktur). Die Textilien veredeln sie entweder in unversponnenem Zustand (als Flocke), als Garn oder als Gewebe (Web-, Strick- und Wirkwaren).

Die Aufgaben der TextilchemikerInnen werden in zwei Abteilungen, der Färbeabteilung und der Appreturabteilung, ausgeführt. Die Färbeabteilung umfasst den Bereich der Vorbehandlung und Färbung von Rohtextilien; die Appreturabteilung das Appretieren (= mechanische oder chemische Behandlung von Geweben zur Erzielung von Glätte, Glanz, größerer Festigkeit u.ä.) von Rohtextilien.

In der Färberei färben die TextilchemikerInnen naturfarbene bzw. gebleichte Stoffe in Färbemaschinen ein. Dabei wenden sie verschiedene Färbeverfahren an. Grundsätzlich ist zwischen dem Auszieh- und dem Foulardverfahren zu unterscheiden. Beim Ausziehverfahren ziehen sie den zu färbenden Stoff durch eine wässrige Farbstofflösung, beim Foulardverfahren tragen sie die Farbstofflösung mit Walzen auf die Stoffoberfläche auf. Die Farbe fixieren sie anschließend durch Dampf, Hitze und Chemikalien in den Fasern.

Auf einer Laufkarte sind alle für die Färbung notwendigen Informationen, wie der gewünschte Farbton, das anzuwendende Färbeverfahren und das Farbrezept verzeichnet. Entsprechend diesen Angaben stellen die TextilchemikerInnen aus Farbstoffen und anderen chemischen Zusätzen eine Farblösung her, füllen diese in den Behälter der Färbemaschine und erhitzen sie. Sie ziehen die Stoffbahn, die auf einen Holzdorn aufgewickelt ist, in die Färbemaschine ein. Nun durchläuft der Stoff mehrmals die Farbstofflösung. Die TextilchemikerInnen überwachen den Färbevorgang und fügen der Farbstofflösung eventuell noch Farbstoffe hinzu. Nach der Färbung spülen sie den Stoff ab, rollen ihn wieder auf den Holzdorn auf und leiten ihn zur Appretur und Trocknung weiter.

In der Appreturabteilung führen die TextilchemikerInnen oberflächenverändernde und Eigenschaf…

  • 9 In Inseraten gefragte berufliche Kompetenzen
  • Bedienung von Farbendruckmaschinen
  • Bedienung von Textilmaschinen
  • Einrichten von Maschinen und Anlagen
  • Imprägnieren
  • Mischen von Farben und Lacken
  • Qualitätskontrolle
  • Textile Drucktechniken
  • Textile Färbetechnik
  • Textilveredelung