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Streich- und SaiteninstrumentenbauerIn

Berufsbereiche: Bau, Baunebengewerbe und Holz / Maschinen, Kfz und Metall
Ausbildungsform: Lehre

Berufsbeschreibung

Der Lehrberuf "Streich- und SaiteninstrumentenbauerIn" hat seit dem Jahr 2005 drei Ausbildungsschwerpunkte: Streichinstrumente; Zupfinstrumente; Bogen. Diese Spezialisierung der Ausbildung ist erforderlich geworden, da die Herstellung von Streichinstrumenten (Violine, Violoncello) und Zupfinstrumenten (Gitarre, Mandoline) erhebliche Unterschiede aufweist und jeweils umfangreiches Spezialwissen und -können erfordert; dies gilt auch für die Anfertigung von Bögen (ein "Bogen" dient zum Streichen der Saiten von Streichinstrumenten und besteht aus einer Bogenstange und einer Rosshaarbespannung).

Streich- und SaiteninstrumentenbauerInnen stellen alle Arten von Streich- und Saiteninstrumenten her (vor allem Geigen, Celli, Kontrabässe, Gamben, Gitarren, Lauten, Mandolinen, Harfen, Hackbretter und Zithern); weiters führen sie Instandhaltungs- und Reparaturarbeiten an Streich- und Saiteninstrumenten durch und restaurieren alte Instrumente.

Bei der Herstellung eines Streich- oder Saiteninstrumentes kommt der Auswahl des Holzes größte Bedeutung zu. Die Streich- und SaiteninstrumentenbauerInnen wählen die für die einzelnen Instrumententeile passenden Holzarten aus und überprüfen die Qualität der Hölzer. Für die Instrumentendecke (Oberteil des Instrumentenkörpers) wird rissfreies, gut abgelagertes Fichtenholz, für die anderen Teile des Korpus (Gehäuse) Ahorn und ähnliche Harthölzer, für Griffbrett, Hals, Ober- und Untersattel, Saitenhalter, Wirbel und Kinnhalter Ebenholz, Palisander oder Buchsbaum verwendet. Für Intarsien (feine Einlegearbeiten) und andere Verzierungen verarbeiten sie auch Metalle (Messing, Neusilber), Kunststoffe (Celluloid) und Naturstoffe (Schildpatt, Elfenbein).

Ausbildungsschwerpunkt "Streichinstrumente":
Streichinstrumente sind Musikinstrumente, bei denen die Saiten mit einem Bogen (siehe Ausbildungsschwerpunkt "Bogen") zum Klingen gebracht werden. Dazu zählen vor allem Violine (Geige), Viola, Violoncello, Kontrabass und Gambe.

Bei der Konstruktion einer Geige müssen die Streich- und SaiteninstrumentenbauerInnen zunächst Skizzen und Werkzeichnungen der Instrumententeile (Decke, Boden, Zargen, Griffbrett) anfertigen. Diese Zeichnungen übertragen sie dann auf die jeweiligen Hölzer (Anreißen), damit sie die entsprechenden Teile aussägen können. Die Zargen (Seitenteile) hobeln sie auf eine Wandstärke von etwa eineinhalb Millimeter aus, schleifen sie und biegen sie über einem heißen Eisen in die gewünschte Form. Die Decken- und Bodenteile stechen sie mit Holzmeißel und Stecheisen grob aus und bringen sie mit Putzhobel und Ziehklingen (Messer mit schrägem Schliff) in die leicht gewölbte Geigenform. Schließlich schleifen sie sie fein.

Anschließend schneiden die Streich- und SaiteninstrumentenbauerInnen die Schallöcher (f-Löcher) aus der Decke, leimen zarte Versteifungen entlang der Decken- und Bodenkanten ein und bringen Verzierungen an den Rändern an. Sie stechen und schnitzen Hals und Schnecke (obere Verzierung am Hals). Nachdem sie das Griffbrett zurechtgehobelt haben, leimen sie es auf den Hals. Danach fügen sie Decke, Boden, Zargen und Hals mit Holzzwingen zusammen und verleimen sie. Nun bohren sie die Wirbellöcher und setzen die selbst gedrechselten oder zugekauften Wirbel ein. Den Stimmstock (eine Versteifung, die die Klangqualität wesentlich beeinflusst) müssen sie mit dem Stimmstockeisen einpassen und Ober-, Untersattel (Saitenführungen) und Steg anbringen. Hierauf lackieren sie das Instrument mit einem speziellen Lack in mehreren Schichten, bringen anschließend den Kinnhalter an, ziehen die Saiten auf und stimmen sie. Dabei regulieren sie das Instrument durch Verschieben des Stimmstockes. Kleinere Teile wie Kinnhalter, Stege und die dazugehörigen Metallteile und Schrauben beziehen sie halbfertig von spezialisierten Bestandteilfirmen. Oft stellen sie aber neben dem Leim auch den Lack selbst her.

Ausbildungsschwerpunkt "Zupfinstrumente":
Zupfinstrumente sind Musikinstrumente, bei denen die Saiten mit den Fingern zum Schwingen gebracht werden. Dazu zählen vor allem Gitarre, Zither, Mandoline, Hackbrett, Banjo, Laute und Harfe.

Die Anfertigung von Zupfinstrumenten unterscheidet sich nicht wesentlich von der Herstellung der Streichinstrumente. Bei einigen Zupfinstrumenten muss allerdings eine große Anzahl von Saiten aufgezogen werden (Zither, Harfe).

Ausbildungsschwerpunkt "Bogen":
Der Bogen (auch "Streichbogen") dient dazu, die Saiten eines Streichinstrumentes zum Klingen zu bringen. Ein Bogen besteht im Wesentlichen aus einer Stange, die mit Rosshaar (Haare des Pferdeschweifs) bespannt ist. Als Materialien werden bei der Bogenherstellung vor allem verschiedene Bogenhölzer, Knochen- und Hornwerkstoffe, Perlmutt und Rosshaar sowie Klebemittel (Leime, Kleber) und Mittel zum Grundieren, Beizen, Politieren und Lackieren verwendet. Die wichtigsten Arbeiten bei der Herstellung eines Bogens sind das Auswählen der Materialien, das Herstellen und Zusammenfügen der Bogenteile (Bogenstangen, Bogenfrösche, Bogenbeine) und das Behaaren (Bespannen mit Rosshaar).

Reparaturarbeiten:
Reparaturarbeiten sind meist an den Holzflächen der Instrumente durchzuführen. Da diese sehr dünn sind, kann es zu Trockenrissen oder zu Beschädigungen durch Schläge kommen. Die Streich- und SaiteninstrumentenbauerInnen spannen die Risse auf, unterlegen sie und retuschieren den Lack. Ist der Instrumentenhals verzogen, entfernen die Streich- und SaiteninstrumentenbauerInnen das Griffbrett, hobeln den Hals zurecht und leimen das Griffbrett wieder auf. Bei Doppelschwingungen (dissonanter Klang), die durch zu dünne Stellen im Holz verursacht werden, bringen sie an der entsprechenden Stelle der Decke Schwingungstöter (Gewichte aus Metall) an. Auch Bögen jeder Art werden repariert und gewartet.

Fallweise restaurieren Streich- und SaiteninstrumentenbauerInnen in Zusammenarbeit mit Restauratoren alte, historische Instrumente oder stellen Kopien solcher Instrumente her.

Der Lehrberuf "Streich- und SaiteninstrumentenbauerIn" hat seit dem Jahr 2005 drei Ausbildungsschwerpunkte: Streichinstrumente; Zupfinstrumente; Bogen. Diese Spezialisierung der Ausbildung ist erforderlich geworden, da die Herstellung von Streichinstrumenten (Violine, Violoncello) und Zupfinstrumenten (Gitarre, Mandoline) erhebliche Unterschiede aufweist und jeweils umfangreiches Spezialwissen und -können erfordert; dies gilt auch für die Anfertigung von Bögen (ein "Bogen" dient zum Streichen der Saiten von Streichinstrumenten und besteht aus einer Bogenstange und einer Rosshaarbespannung).

Streich- und SaiteninstrumentenbauerInnen stellen alle Arten von Streich- und Saiteninstrumenten her (vor allem Geigen, Celli, Kontrabässe, Gamben, Gitarren, Lauten, Mandolinen, Harfen, Hackbretter und Zithern); weiters führen sie Instandhaltungs- und Reparaturarbeiten an Streich- und Saiteninstrumenten durch und restaurieren alte Instrumente.

Bei der Herstellung eines Streich- oder Saiteninstrumentes kommt der Auswahl des Holzes größte Bedeutung zu. Die Streich- und SaiteninstrumentenbauerInnen wählen die für die einzelnen Instrumententeile passenden Holzarten aus und überprüfen die Qualität der Hölzer. Für die Instrumentendecke (Oberteil des Instrumentenkörpers) wird rissfreies, gut abgelagertes Fichtenholz, für die anderen Teile des Korpus (Gehäuse) Ahorn und ähnliche Harthölzer, für Griffbrett, Hals, Ober- und Untersattel, Saitenhalter, Wirbel und Kinnhalter Ebenholz, Palisander oder Buchsbaum verwendet. Für Intarsien (feine Einlegearbeiten) und andere Verzierungen verarbeiten sie auch Metalle (Messing, Neusilber), Kunststoffe (Celluloid) und Naturstoffe (Schildpatt, Elfenbein).

Ausbildungsschwerpunkt "Streichinstrumente":
Streichinstrumente sind Musikinstrumente, bei denen die Saiten mit einem Bogen (siehe Ausbildungsschwerpunkt "Bogen") zum Klingen gebracht werden. Dazu zählen vor allem Violine (Geige), Viola, Violoncello, Kontrabass und Gambe.

Bei der Konstruktion einer Geige müssen die Streich- und SaiteninstrumentenbauerInnen zunächst Skizzen und Werkzeichnungen der Instrumententeile (Decke, Boden, Zargen, Griffbrett) anfertigen. Diese Zeichnungen übertragen sie dann auf die jeweiligen Hölzer (Anreißen), damit sie die entsprechenden Teile aussägen können. Die Zar ...

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