JägerIn

Berufsbereiche: Landwirtschaft, Gartenbau und Forstwirtschaft
Ausbildungsform: Schule
∅ Einstiegsgehalt: € 1.660,- bis € 2.640,- * Arbeitsmarkttrend: gleichbleibend
* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Berufsbeschreibung

Der Aufgabenbereich der JägerInnen umfasst die Beobachtung, Klassifizierung, Bestandszählung, Hege und Bejagung von Wildtieren zur Sicherung eines artenreichen Wildbestandes im Revier.

Die JägerInnen kennen die Lebensansprüche und Gewohnheiten der verschiedenen Tierarten, beobachten auf ihren Reviergängen das Verhalten des Wildes, ordnen die Tiere in Klassen und zählen sie. Stellen sie einen zu großer Wildbestand fest, sorgen sie für eine gezielte Verringerung des Wildes durch die Jagd. Diese unterliegt gesetzlichen Regelungen und ist regional je nach Tierart zeitlich begrenzt; die JägerInnen achten auf die Einhaltung der Gesetze durch die Jagdausübungsberechtigten (Jagdinhaber). Zu ihren Aufgaben gehört auch die Verhinderung von Wilddiebstahl („Wilderei“). Treten Seuchen auf (z.B. Tollwut), verringern sie den kranken Wildbestand durch Abschuss. Auch die Zahl der Raubtiere (z.B. Fuchs, Marder) muss dem Bestand der anderen Tierarten angepasst werden. Die Wildfütterung ist vor allem im Winter für die Erhaltung des Wildbestandes von großer Bedeutung; die JägerInnen verteilen das Futter auf Futterstände und sorgen für deren Reinigung und Desinfektion (z.B. durch Kalkstreuen).

Weiters führen die JägerInnen den für den Jagdbetrieb notwendigen Schriftverkehr mit den zuständigen Bezirkshauptmannschaften, den BezirksjägermeisterInnen und den Jagdverbänden (Wildbestands- und Abschussmeldung u.a.) durch. JägerInnen sind auch bei Umwelt- und Naturschutzvorhaben beteiligt, da die Sicherung des gesamten Wildbestandes mit der Erhaltung der Lebensgrundlagen dieser Tiere untrennbar verbunden ist.

In diesen Bereich fällt etwa das Bestreben, Feuchtmoore und Sümpfe zu erhalten, da diese der natürliche Lebensraum verschiedener Wildarten (z.B. des Birkwildes) sind. JägerInnen treffen auch Maßnahmen im Bereich der Waldbewirtschaftung, um die Lebensgrundlagen gefährdeter Tiere (z.B. Auerhuhn) zu sichern. In diesem Zusammenhang werden sie auch häufig zu forstwirtschaftlichen Tätigkeiten herangezogen.

  • 4 überfachliche berufliche Kompetenzen
  • Gutes Gehör
  • Gutes Sehvermögen
  • 1
    • Körperliche Ausdauer
  • Trittsicherheit
  • 13 In Inseraten gefragte berufliche Kompetenzen
  • Jagdschein
  • Waldbewirtschaftungskenntnisse
  • Bejagung von Wild
  • Falknerjagdschein
  • Fleischzerlegung
  • Forstwirtschaft und Holzwirtschaft
  • Jagd
  • Jagdliche Reviereinrichtungen
  • Tierhaltung
  • Verhütung von Wildschäden
  • Wildbestandskontrolle
  • Wildökologie
  • Wildschutz