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PräparatorIn

Berufsbereiche: Chemie, Kunststoffe, Rohstoffe und Bergbau / Textil, Mode und Leder
Ausbildungsform: Lehre
Lehrzeit: 3 Jahre ∅ Einstiegsgehalt: ab € 1.320,- bis k.A. * Arbeitsmarkttrend: sinkend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Berufsbeschreibung

PräparatorInnen stellen Tierpräparate her, indem sie tote Tiere mit verschiedenen Konservierungverfahren behandeln, um sie vor Verwesung und Schädlingsbefall zu bewahren. Sie präparieren Säugetiere, Vögel, Fische, Kriechtiere und Insekten heimischer und exotischer Herkunft. Weiters führen sie Reparatur- und Reinigungsarbeiten an Tiermodellen durch.

Der Beruf bedarf nicht nur hoher handwerklicher, sondern auch künstlerischer Fähigkeiten, um den Kadavern das naturgetreue Aussehen ihrer lebenden Vorbilder zu geben. Hierzu lassen PräparatorInnen zoologische und biologische Kenntnisse in ihre Arbeit einfließen. PräparatorInnen gestalten gegebenenfalls auch die naturgetreue Umgebung der von ihnen behandelten Tiere.

PräparatorInnen fertigen für Sammler von Jagdtrophäen vor allem Geweihe und Säugetierköpfe (z.B. Hirschgeweihe, Wildschweinköpfe), aber auch Vögel (z.B. Auerhähne) an. Ganzpräparate stellen sie meist nur von kleinen Säugetieren wie z.B. von Mardern, Füchsen oder Dachsen her. Weiters fertigen sie Tierpräparate als Demonstrationsobjekte für den Unterricht und als Ausstellungsstücke für Museen an. Präparierte Tiere sind auch im Zeitalter der Computeranimation als Anschauungsmaterial nicht wegzudenken.

Es wird zwischen Trocken- und Feuchtigkeitspräparaten unterschieden. Trockenpräparate werden von Säugetieren, Vögeln, Käfern und Schmetterlingen hergestellt, während Feuchtigkeitspräparate vor allem von Fischen, Kriechtieren und einzelnen tierischen Organen angefertigt werden.

Bei der Präparation eines Säugetieres überprüfen die PräparatorInnen unter Berücksichtigung geltender Natur- und Artenschutzbestimmungen zuerst dessen Herkunft. Beim anschließenden Abbalgen durchtrennen sie zuerst die Haut auf der Bauchseite mit einem Längsschnitt und lösen sie hierauf von der Bauchdecke ausgehend vom Tierkörper ab, wobei besonders bei der Häutung des Kopfes größte Genauigkeit und Vorsicht geboten ist. Sie entfernen mit Schabern Fleisch- und Fettreste von der Innenseite und legen den Belag zur Reinigung in ein Wasserbad.

Zur Konservierung legen die PräparatorInnen das Fell anschließend in eine Gerbstofflösung. Dabei verbinden sich die Gerbstoffe mit den Hautfasern und schützen so die Haut vor Fäulnis. Die Häute größerer Tiere geben sie dazu meist an Gerbereibetriebe weiter. Nun stellen die PräparatorInnen nach den Maßen des toten Tieres ein naturgetreues Modell her. Sie verwenden dazu entweder Styropor, Holz- oder Papierwolle oder fertigen einen Abguss aus Kunststoff (Polyester) an. Bei der Formgebung wird eine möglichst typische Körperhaltung des betreffenden Tieres nachgebildet. Bevor sie den vorbereiteten Balg über das Modell ziehen, behandeln sie die Innenseite der Haut mit einer Giftlösung (Arsenik, Eulan), um sie vor Schädlingsbefall zu schützen. Lippen, Nasen und Ohren der Tierhaut füllen die PräparatorInnen mit weichem Ton. Dann ziehen sie die Haut vorsichtig und stückweise über das Modell und vernähen sie. Das Nachstopfen des Kopfes (z.B. mit Watteflocken) im Bereich von Stirn, Hinterkopf und Ohren erfolgt über die Augenöffnungen. Abschließend setzen sie Glasaugen ein und färben Zunge, Mundhöhle und Lippen mit Wasserfarben und Lack. Das fertig präparierte Tier montieren sie auf ein Postament (Sockel).

Die Flüssigkeitspräparation wenden die PräparatorInnen vor allem bei Kriechtieren und Amphibien (z.B. Kröten, Unken) an. Sie fixieren zunächst das Objekt in der gewünschten Haltung durch Formalin-Injektionen und ein - je nach Größe des Tieres - drei bis vierzehn Tage dauerndes Formalinbad. Das Formalin bewirkt eine Härtung der Muskulatur. Anschließend montieren sie das Tier auf eine Glasscheibe, die sie in ein Präparateglas klemmen, wo die Konservierung durch Alkohol erfolgt.
PräparatorInnen stellen Tierpräparate her, indem sie tote Tiere mit verschiedenen Konservierungverfahren behandeln, um sie vor Verwesung und Schädlingsbefall zu bewahren. Sie präparieren Säugetiere, Vögel, Fische, Kriechtiere und Insekten heimischer und exotischer Herkunft. Weiters führen sie Reparatur- und Reinigungsarbeiten an Tiermodellen durch.

Der Beruf bedarf nicht nur hoher handwerklicher, sondern auch künstlerischer Fähigkeiten, um den Kadavern das naturgetreue Aussehen ihrer lebenden Vorbilder zu geben. Hierzu lassen PräparatorInnen zoologische und biologische Kenntnisse in ihre Arbeit einfließen. PräparatorInnen gestalten gegebenenfalls auch die naturgetreue Umgebung der von ihnen behandelten Tiere.

PräparatorInnen fertigen für Sammler von Jagdtrophäen vor allem Geweihe und Säugetierköpfe (z.B. Hirschgeweihe, Wildschweinköpfe), aber auch Vögel (z.B. Auerhähne) an. Ganzpräparate stellen sie meist nur von kleinen Säugetieren wie z.B. von Mardern, Füchsen oder Dachsen her. Weiters fertigen sie Tierpräparate als Demonstrationsobjekte für den Unterricht und als Ausstellungsstücke für Museen an. Präparierte Tiere sind auch im Zeitalter der Computeranimation als Anschauungsmaterial nicht wegzudenken.

Es wird zwischen Trocken- und Feuchtigkeitspräparaten unterschieden. Trockenpräparate werden von Säugetieren, Vögeln, Käfern und Schmetterlingen hergestellt, während Feuchtigkeitspräparate vor allem von Fischen, Kriechtieren und einzelnen tierischen Organen angefertigt werden.

Bei der Präparation eines Säugetieres überprüfen die PräparatorInnen unter Berücksichtigung geltender Natur- und Artenschutzbestimmungen zuerst dessen Herkunft. Beim anschließenden Abbalgen durchtrennen sie zuerst die Haut auf der Bauchseite mit einem Längsschnitt und lösen sie hierauf von der Bauchdecke ausgehend vom Tierkörper ab, wobei besonders bei der Häutung des Kopfes größte Genauigkeit und Vorsicht geboten ist. Sie entfernen mit Schabern Fleisch- und Fettreste von der Innenseite und legen den Belag zur Reinigung in ein Wasserbad.

Zur Konservierung legen die PräparatorInnen das Fell anschließend in eine Gerbstofflösung. Dabei verbinden sich die Gerbstoffe mit den Hautfasern und schützen so die Haut vor Fäulnis. Die Häute größerer Tiere geben sie dazu meist an Gerbereibetriebe we…
  • 4 überfachliche berufliche Kompetenzen
  • Gutes Sehvermögen
  • Körperliche Belastbarkeit
  • KundInnenorientierung
  • Unempfindlichkeit der Haut
  • 8 In Inseraten gefragte berufliche Kompetenzen
  • Imprägnieren
  • Leder zurichten
  • Medizinische Präparation
  • Qualitätskontrolle
  • Sämischgerbung
  • Wasserwerkstatt
  • Weißgerbung
  • Zoologische Präparation