VerfahrenstechnikerIn im Technischen Umweltschutz

Berufsbereiche: Wissenschaft, Forschung und Entwicklung
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
∅ Einstiegsgehalt: € 2.500,- bis € 3.190,- * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Berufsbeschreibung

Im technischen Umweltschutz befassen sich VerfahrenstechnikerInnen damit, die Auswirkungen der industriellen Produktion auf Umwelt und Menschen möglichst gering zu halten.

Dazu führen sie verschiedene Messungen und Analysen durch. Sie messen Emissionen (Schadstoffe, Lärm, elektromagnetische Strahlung) und Immissionen, das sind Einwirkungen auf die Umwelt. Für diese Tätigkeit setzen sie unter anderem Bohrgeräte, Kernsondierungsgeräte und Strahlenmessgeräte ein. Dann analysieren sie die Messergebnisse, interpretieren diese und bereiten diese visuell auf um sie zu präsentieren.

Im Mittelpunkt steht auch die Planung, Entwicklung und Wartung von Produktions- und Entsorgungsanlagen. Das umfasst auch Fördersysteme, Tankstellen und Prüfanlagen (z.B. für Mineralölabscheider). VerfahrenstechnikerInnen erforschen und erarbeiten Konzeptionen für diverse Anwendungsgebiete, z.B.

  • Altlastensanierung, Schadstoffentsorgung, Recycling
  • Abluft- und Abwasserreinigung
  • Grundwassersicherung
  • Entstaubungstechnik, Partikelmesstechnik
  • Schüttguttechnik, Schüttgutmechanik
  • Entsorgungstechnik nach den Erfordernissen des Abfallwirtschaftsgesetzes (AWG) 
  • Nachwachsende Rohstoffe und Naturfasern
  • u.v.a.

 

VerfahrenstechnikerInnen nehmen auch die Schnittstellenfunktion zu Behörden und zu Umweltschutzinitiativen ein. Aufgrund des zunehmenden Stellenwertes von Umweltschutz weitet sich dieses Tätigkeitsfeld zunehmend aus.

Siehe den Kernberuf VerfahrenstechnikerIn.

  • 2 überfachliche berufliche Kompetenzen
  • Analytische Fähigkeiten
  • Lernbereitschaft
  • 12 In Inseraten gefragte berufliche Kompetenzen
  • Maschinenbaukenntnisse
  • Projektmanagement-Kenntnisse
  • Chemische Verfahrenstechnik
  • Durchführung von Messungen und Tests
  • Elektrotechnik und Informationstechnik
  • GMP-Berichtswesen
  • Produktionssteuerung
  • Produktoptimierung
  • Prozessleittechnik
  • Prozessoptimierung
  • Technische Qualitätskontrolle
  • Verfahrenstechnische Risikoanalysen